Auszeichnungen für die besten Schüler der Beruflichen Schulen in Korbach

„Bleiben Sie bitte immer neugierig“

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Für die Schüler mit dem besten Notendurchschnitt gab es eigens Gutscheine aus der Hand von Direktor Werner Schmal (l.).

Korbach. - „Wir werden uns jetzt neue Ziele setzen“, versprachen die diesjährigen Absolventen der Beruflichen Schulen in Korbach. Lehrer und Eltern gaben den jungen Nachwuchskräften die besten Wünsche mit auf den Weg.

„Es ist toll, diese Vielfalt zu sehen“, lobt Tobias Scherf als Vertreter des Landkreises. Und in der Tat: Kaum ein Stuhl bleibt am Donnerstagabend leer, als die Schüler ihre Zeugnisse entgegennehmen - und damit einen ganz besonderen Lebensabschnitt abschließen. 355 Schüler, 20 Klassen und fast ebenso viele Weiterbildungszweige zeigen, wie breit die Beruflichen Schulen aufgestellt sind.

Die Korbacher Stadthalle platzt fast aus allen Nähten, weil Eltern, Freunde und allen voran auch die Lehrer beim letzten Akt dabei sein wollen. An die vielen Anwesenden, die nur einen Stehplatz abbekommen haben, haben gedacht, die mit flotten Rhythmen die Füße in Bewegung bringen.

Dass das Lernen trotz bestandener Prüfung längst nicht vorbei ist, darauf gingen alle Redner ein. Wichtig sei es aber jetzt, die persönlichen Vorlieben auszubauen und sich danach die weitere berufliche Zukunft auszurichten. „Bleiben Sie bitte immer neugierig“, wünschte sich Festredner Lothar Czeczatka vom Steuerberaterverband Hessen. Wissen und Fortbildung sei ein enorm wichtiges Kapital, doch auch über den Tellerrand zu schauen, sei unerlässlich, so Czeczatka.

Er wünschte sich von den Abgängern, dass sie bei allem immer auf den Kunden achten - sei er nun Patient, Klient oder Auftraggeber. „Hier gibt es in Deutschland noch viel Nachholbedarf. Sie müssen zuhören, ihn schätzen und Interesse zeigen“, forderte der Frankenberger Steuerberater.

Auf eine „spannende, gute, erfolgreiche Zukunft“ stieß Bürgermeister Klaus Friedrich verbal mit den Anwesenden an. „Heute habt ihr allen Grund, euch zu freuen und euch zu feiern.“ Um das Zeugnis zu erhalten, hätten die jungen Erwachsenen „einiges auf sich genommen“, würdigte Schulleiter Werner Schmal den Einsatz. „Sie mussten auf viele Dinge verzichten.“ Doch durch die Unterstützung der Familie, Freunde, Ausbilder und Lehrer habe es funktioniert. „Jetzt haben Sie alle Chancen der Welt. Sie müssen sie nur wahrnehmen“, forderte er. Das sei nicht immer einfach. „Schließlich stehen im Leben an keinem Scheideweg Wegweiser“, zitierte Schmal Charlie Chaplin. „Nur Sie allein können die Entscheidungen treffen.“

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