Korbach

Da bleibt kein Hemd trocken

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- Korbach (r). Vier hochkarätige Bands trafen am Samstag im K20 aufeinander. Alle tobten sich aus: Die Musiker auf der Bühne, die Besucher auf dem Tanzboden.

Zum zweiten K20-Konzert wurden die Veranstalter zunächst mit einer kurzfristigen Absage der Korbacher Band „Blue Carpet“ konfrontiert. Ersatz fanden sie mit „Gone To Waste“ aus Warburg. Die vier Jungs begeisterten das Publikum mit schnörkellosem Hardcore. Von der ersten Minute an droschen sie auf ihre Instrumente ein und brachten den ein oder anderen zum Tanzen. Zugegeben, für Unbedarfte wirken diese Tänze eher wie Kampfsport, doch ist das in der Hardcoreszene völlig normal.

Die zweite Band des Abends kam aus Kassel und trägt den Namen „Nirgendwo“. Mit Kate Künstler am Bass überzeugten Sänger und Gitarrist Des Copeland und Band mit lupenreinem Grunge. In der Mitte des Sets schreien sie „Hört ihr uns nicht?“, ein Song, der wachrütteln soll. Wer bei dieser Lautstärke schläft oder nichts hört, kann aber nur taub sein. Nach einer guten Dreiviertelstunde zerstörten die Musiker die halbe Backline und gingen von der Bühne.

Doch das wurde schnell von den klaren Songstrukturen der Kasseler Band „Spit“ in Ordnung gebracht. Die fünf Rocker heizten dem Publikum ordentlich ein und animierten zum Mitmachen. Mit viel Witz und Charme preschten sie durch ihr Programm. Die Melodien verzauberten viele Ohren, um kurz darauf durch dicke Riffwände zerstört zu werden.

Dann betritt „Sincerity“ die Bühne. Die Band um Sänger und Shouter Andi Mourao Dos Santos ist der beste Beweis für Formsteigerung. Wenn die vier Sachsenhäuser in Korbach spielen, sind sie jedes Mal besser als zuvor. Hier wird geschrien und gemoscht, da bleibt kein Hemd trocken und nach einer halben Stunde ist die Show vorbei. Noch nicht ganz, denn das Volk will eine Zugabe. Es wird noch bis ein Uhr getanzt und dann gehen die Lichter an.

Bis zum nächsten Konzert am 23. Dezember muss man nun ausharren. Dann kommen mit „Instant Liberty“ und „Kapelle Petra“ zwei Bands, die Vorfreude auf das Weihnachtsfest wecken wollen.

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