Heimgeleuchtet

Wer bringt die Babys?

- Seid furchtbar und wehret Euch: Vielleicht haben die Korbacher beim biblischen Auftrag zur fertilen Familienplanung einfach nicht so genau hingehört und sich stattdessen das Motto der Einzelkämpfer an den Schlussverkauf-Grabbeltischen zu Herzen genommen.

Stadtverordnetem Hubert Thorwirth treibt der Gedanke an verwaiste Immobilien links und rechts der Kuhbach jedenfalls schon die Schweißperlen auf die Stirn. Warum denn die Korbacher nicht mehr Kinder bekämen, fragte er jüngst im Parlament. Man könnte jetzt ausschweifend antworten, Bienchen und Blümchen bemühen. Sozialdemokrat Wolfgang Rabe brachte es aber pragmatisch auf den Punkt: Die Korbacher sollten weniger feiern und mehr zu Hause bleiben, dann würde es mit dem Nachwuchs schon klappen, lautete sein Rat.

Die Sperrstunde als familienpolitische Maßnahme sozusagen. Käme auch günstiger als jede Herdprämie. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch eine Initiative des NABU-Vorsitzenden Dr. Peter Koswig eine neue Perspektive: Er möchte den Weißstorch in der Marke ansiedeln und bittet um tatkräftige Unterstützung bei der EWF. Diese möge doch einen Masten aufstellen, damit Meister Adebar darauf nisten könne.

Auch wenn sich die Korbacher auf den Mythos vom Klapperstorch vielleicht lieber doch nicht verlassen sollten, der Energieversorger könnte dennoch hilfreich sein: Schließlich sind die Folgen von Stromausfällen in dunklen Nächten häufig neun Monate später auf den Entbindungsstationen zu spüren. Da lässt sich von Seiten der EWF sicher etwas nachhelfen.

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