Usseln

Brüne: „Projekt ist gestorben“

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- Willingen-Usseln (lb). Das Aus für Bergwanderhütte und Erlebniswald scheint besiegelt: Wenige Stunden vor der Sitzung der Gemeindevertretung haben die Investoren kalte Füße bekommen.

„Wir gehen davon aus, dass das Projekt gestorben ist“, sagte Harald Brüne, Sprecher der Investoren, gestern gegenüber der WLZ. Am Telefon hatte Brüne am Tag zuvor zwei Stunden vor der Gemeindevertretersitzung Bürgermeister Thomas Trachte darüber informiert, dass sie von dem Projekt Abstand nehmen wollten. Die anstehende Entscheidung über die Beteiligung der Gemeinde an den Erschließungskosten wurde schließlich kurzfristig von der Tagesordnung genommen (wir berichteten).

Im Vorfeld umstritten war vor allem die vom Gemeindevorstand gewollte Beteiligung an den Erschließungskosten der Wanderhütte mit maximal 100 000 Euro. Die Freien Wähler (FWG) hatten bereits am Dienstag angekündigt, in der Gemeindevertretung gegen das finanzielle Engagement der Kommune zu stimmen. Die „widerborstige Haltung“ der FWG und aus Sicht der Investoren überzogenen Auflagen durch den Landkreis im Genehmigungsverfahren hätten letztlich den Ausschlag gegeben, Abstand von dem Projekt zu nehmen, sagte Brüne.

Die Baugenehmigung sah bislang Beschränkungen der Öffnungszeiten bis zum Einbruch der Dämmerung vor: Im Winter hätte die Hütte schon um 18 Uhr schließen müssen, im Herbst und Frühjahr um 20 Uhr und im Sommer um 22 Uhr. Außerdem hätten die Betreiber auf das sogenannte Bankett-Geschäft verzichten müssen, hätten also keine Familienfeiern oder Firmen-Veranstaltungen ausrichten dürfen. Kaum noch Chancen auf Realisierung hat nun auch der von der Gemeinde geplante Erlebniswald, der in direkter Nachbarschaft der Hütte entstehen sollte. Bürgermeister Thomas Trachte hatte immer wieder betont, dass nur beide Projekte gemeinsam Sinn machen: Der Erlebniswald hätte zusätzliche Gäste angelockt, die Hütte Infrastruktur wie Toiletten und gastronomische Versorgung geboten.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 19. März.

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