Ursprüngliche Farbigkeit ins Licht der Gegenwart geholt

Brützel-Altar mustergültig restauriert

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Diplom-Restauratorin Beate Demolt vor dem mustergültig restaurierten Brützel-Altar in Neerdar. Fotos: Ulrike Schiefner

Willingen-Neerdar - Der Brützel-Altar in der Neerdarer Pankratiuskirche wurde in den letzten Monaten mustergültig restauriert. Er erstrahlt jetzt neu im alten Glanz.

Diplom-Restauratorin Beate Demolt hat ganze Arbeit geleistet. Nach eingehenden Voruntersuchungen, bei denen erhebliche Schäden festgestellt wurden (die Waldeckische Landeszeitung berichtete darüber), hat sie jetzt in rund viermonatiger Arbeit den im Jahr 1692 von Josias Wolrad Brützel geschaffenen Altaraufsatz konserviert und restauriert und dabei die ursprüngliche Farbigkeit freigelegt. Farbschichten wurden gefestigt und gereinigt, einige Vergoldungen erneuert, verschiedene Stellen gekittet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Die Arbeiten wurden zur vollsten Zufriedenheit von Kirchenvorstand und Gemeindegliedern abgeschlossen“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Karl Bangert, gestern beim Ortstermin. Er beziffert die Gesamtkosten der Maßnahme auf rund 42000 Euro. An der Finanzierung beteiligten sich die evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, das Landesamt für Denkmalpflege und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Aus Anlass der Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten findet am dritten Adventssonntag (14. Dezember) ein Festgottesdienst mit Pfarrer Ulrich Köppelmann statt. Er beginnt um 10.30 Uhr. Dabei ist auch ein kurzer Rückblick geplant und Beate Demolt gibt fachliche Erläuterungen zur Restaurierung. Im Anschluss steht ein Empfang im Dorfgemeinschaftshaus auf dem Programm, bei dem den Spendern und Unterstützern gedankt werden soll. Alle Neerdarer und Bömighäuser sowie Interessenten aus anderen Orten sind herzlich willkommen.

Nach der 2011 erfolgten Turmsanierung und der Restaurierung des Altars stehen nun noch die Renovierung des Dachs, des Kirchenschiffs und des Innenraums an. Der Kirchenvorstand hofft, dass ein Teil der Maßnahmen möglichst im kommenden Frühjahr in Angriff genommen werden kann.

Von Ulrike Schiefner

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