Lichtenfels/Kassel

Bürger müssen beteiligt werden

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- Lichtenfels/Kassel (den). Über die Ergebnisse aus dem Modellprojekt „Klimaneutrale Kommune“ berichteten gestern die Organisatoren. Die Stadt Lichtenfels hatte sich als eine von hessenweit drei Kommunen beteiligt.

6,3 Tonnen – so viel Kohlenstoffdioxid stößt jeder Lichtenfelser pro Jahr aus. Um diese rechnerische, 26 000 Tonnen schwere Belastung für die Umwelt zu minimieren, hat sich die Stadt vor etwa einem Jahr an dem Modellprojekt „Klimaneutrale Kommune“ beteiligt. In engem Kontakt mit den beiden anderen Vorreitern beim hessischen Klimaschutz auf kommunaler Ebene, Eschwege und Wolfhagen, entwickelten die Mitarbeiter Konzepte für die umweltfreundliche Zukunft.Herausgekommen ist nach vielen Ideen und Anstößen ein Leitfaden, der den 423 anderen Städten und Gemeinden in Hessen als Anregung dienen soll. Bürgersolaranlage, Windpark, Informationszentrum mit gedämmtem Musterhaus – die Herangehensweise, mit der die Kommunen nach der klimaneutralen Krone greifen, sind vielfältig.Initialzündung für die Stadt„Das Projekt war für uns eine Initialzündung, sowohl in der Bürgerschaft als auch der Politik“, ließ Uwe Steuber die vergangenen Monate Revue passieren. „Die Lichtenfelser gehen unseren Weg mit“, freute sich der Bürgermeister. „Wir haben zudem erkannt, dass wir in die Kindergärten und Schulen gehen müssen, um Projekte voranzutreiben.“Denn der Knackpunkt ist und bleibt die Beteiligufng der Bevölkerung. Darin waren sich alle Anwesenden im Kasseler Regierungspräsidium einig. „Wir müssen bei den Bürgern ein Bewusstsein schaffen“, brachte Dr. Martin Hoppe-Kilpper, Geschäftsführer des betreuenden „Deenet“, die Strategie auf den Punkt. Sieben Schritte müssen die Kommunen gehen. Die Punkte umfassen neben der Gesellschaft und Politik auch die Finanzierung und die Überprüfung des Projektes.Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom 22. Mai 2010.

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