Diemelsee:

Bürgerbus – „Linie mit Reiz und Risiko“

- Diemelsee/Marsberg. Zum Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) rollt ab Frühjahr in Marsberg ein Bürgerbus. Mit der „Diemelsee-Linie“ soll der Tourismus rund um die Talsperre Fahrt aufnehmen.

„Wir möchten die Mobilitätskette schließen und einen intelligenten ÖPNV gewährleisten", berichtet Michael Breier, Geschäftsführer des Vereins „Bürgerbus Marsberg“. „Der Bürgerbus soll die Ortsteile und Regionen ansteuern, die aus unserer Sicht bisher unzureichend an den ÖPNV angeschlossen sind.“ Dazu fährt der Bus auch bis an den Diemelsee und damit an die nordrhein-westfälisch/ hessische Landesgrenze. Mit der Gründung des Bürgerbus-Vereins im Sommer folgen die Marsberger anderen Kommunen in NRW. Da es auf dem Land – vor allem außerhalb der Fahrzeiten von Schulbussen – nicht so einfach ist, von A nach B zu kommen, bezuschusst das Land die Einrichtung von ehrenamtlich betriebenen Bürgerbussen seit Jahren. Inzwischen sind in NRW rund 100 Kleinbusse als Alternative zu Bussen und Anfruf-Sammel-Taxen unterwegs. Die Vereine bekommen einen Landeszuschuss von 32 000 Euro für die Anschaffung des Busses sowie eine jährliche Betriebskostenpauschale. Für die Gewinnung der freiwilligen Fahrer, für Linienführung, Haltestellen und Vermarktung sind sie selbst verantwortlich.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 15. Dezember.

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