Upland/Diemelsee

Buslinie wird neu ausgeschrieben

- Willingen/Diemelsee (lb). Die Buslinie Upland-Diemelsee soll vorzeitig neu ausgeschrieben werden. EWF und Landkreis hatten den Vertrag mit den Busunternehmen in der vorigen Woche gekündigt. Mehrere Vorfälle waren vorangegangen.

Zuletzt hatte sich während der Fahrt zur Mittelpunktschule Adorf die Tür eines Linienbusses geöffnet. Dieses Ereignis habe letztlich die Kündigung des Vertrages ausgelöst, so eine Sprecherin der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF). Eltern berichten von weiteren Vorfällen in den vergangenen Wochen. So habe ein Busfahrer Schüler aus Lelbach in Korbach aus dem Bus geschickt und den Ortsteil gar nicht mehr angefahren, berichtet Annett Ladda aus Willingen. Annegret Behle, Elternbeiratsvorsitzende der Uplandschule, hat etliche Beschwerden gesammelt: „Busse sind gar nicht oder verspätet gekommen, Busfahrer haben Kinder nicht mitgenommen oder zu viele Kinder befördert. Die Eltern waren sehr unzufrieden.“

Landkreis und EWF beabsichtigen jetzt, die Linie neu auszuschreiben. Das müsse aber noch mit dem Regierungspräsidium abgeklärt werden, heißt es von der EWF, die vom Landkreis mit dem Öffentlichen Personennahverkehr betraut ist. Vorläufig schickt die Regionalverkehr Kurhessen GmbH (RKH) ihre roten Busse auf die Strecke.

Ursprünglich war die Linie bis 2012 an die Bietergemeinschaft Kahlhöfer/Henze vergeben worden. Probleme hatte es schon seit 2005 gegeben. 2007 machten Eltern und Schüler in Willingen und Adorf ihrem Unmut über andauernde technische Mängel und Verspätungen mit Streiks Luft. Erst im September mussten Busse der Fuldataler Firma Henze, die im Raum Kassel unterwegs waren, wegen gravierender Sicherheitsmängel aus dem Verkehr gezogen werden. In Waldeck-Frankenberg durfte die Bietergemeinschaft den Betrieb nur aufrecht erhalten, weil sie die RKH als Subunternehmen beauftragt hatte.

Den Auftrag kündigte die Gemeinschaft am 13. Dezember – warum, das bleibt unklar: Weder Kahlhöfer noch Henze waren für eine Stellungnahme zu erreichen. Die betroffenen Eltern setzen indes auf die Veränderung: „Wir Eltern hoffen, dass der Betrieb nun zuverlässig, pünktlich und freundlich vorgenommen wird“, sagt Annett Ladda.

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