Diemelsee

Cabrio gegen Baum: 22-Jähriger getötet

- Diemelsee/Kotthausen (pfa). Ein 22 Jahre alter Mann aus Hoppecke ist bei einem schweren Unfall am Diemelsee in der Nacht zu Sonntag ums Leben gekommen.

Der 35 Jahre alte Halter des Wagens erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und wurde noch in der Nacht mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Bochum geflogen. Welcher der beiden Männer das Audi Cabrio gesteuert hatte, war in der Nacht noch unklar. Die Polizei schaltete auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einen Gutachter ein, das Unfallwrack wurde sichergestellt. Die beiden Männer aus Hoppecke waren den ersten Ermittlungen der Korbacher Polizei zufolge gegen 0.50 Uhr auf der Landesstraße 3393 aus Richtung Diemeltalsperre kommend in Richtung Bontkirchen unterwegs. Aus bislang noch ungeklärter Ursache kam das Cabrio in der Gemarkung Kott­hausen zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Leuchtpfosten, streifte einen hölzernen Telegrafenmasten und durchfuhr den Graben. Der Fahrer steuerte gegen, brachte das Auto wieder auf die Fahrbahn zurück, von der es aber schließlich nach links abkam und gegen mehrere Bäume prallte - etwa 185 Meter nach dem Anstoß an den Leitpfosten. Beide Männer wurden beim Aufprall aus dem Auto geschleudert. Hinzukommende Autofahrer fanden sie neben dem völlig zerstörten Audi liegend. Die Besatzungen zweier Rettungswagen sowie die Notärzte aus Bad Arolsen und Brilon eilten zur Unfallstelle am Diemelsee - für den 22-Jährigen jedoch kam jede Hilfe zu spät, er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Nach Erstversorgung des 35-jährigen Schwerverletzten brachten Rettungskräfte den Mann zum Krankenhaus nach Brilon, von wo aus der angeforderte Rettungshubschrauber ihn nach Bochum flog. Akute Lebensgefahr besteht laut Polizei aber nicht. Wo sich die beiden Männer vor dem Unfall aufgehalten hatten, war in der Nacht noch unklar. Der Unfall passierte gut zehn Kilometer vom Wohnort beider Autoinsassen entfernt. Ob Alkohol bei dem folgenschweren Unfall eine Rolle spielte, lasse sich derzeit noch nicht sagen, sagte ein Polizist an der Unfallstelle. Blutentnahmen seien routinemäßig angeordnet worden. Der Gutachter müsse nun unter anderem anhand von Sitzpositionen, Verletzungsmustern und Faserspuren herausfinden, wer am Steuer gesessen habe. Feuerwehrleute aus Heringhausen, Stormbruch und Adorf sicherten die Unfallstelle auf der zeitweise voll gesperrten L 3393 ab, leuchteten diese aus, schnitten für einen freien Zugang zum Wrack Äste und Büsche weg und unterstützten die Bergung des Getöteten und des Fahrzeugs. Einsatzleiter der fast 50 Feuerwehrleute war Gemeindebrandinspektor Karl-Friedrich Fieseler. Quelle: 112-magazin.de

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