Gebühren steigen zum 3. Februar · Stadt hat 2013 mit Parkplätzen knapp 340?000 Euro eingenommen

20 Cent mehr fürs Parken in Korbach

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Parken in Korbach wird teurer: Ab Februar müssen Autofahrer für eine Stunde 1,20 Euro in den Automaten werfen.

Korbach - Parken in Korbach wird teurer: Ab Februar kostet die erste Stunde und jede weitere halbe Stunde auf öffentlichen Parkplätzen 20 Cent mehr. Die Stadt hofft, so 40 000 Euro pro Jahr zusätzlich einzunehmen.

Die Parkautomaten werden Ende Januar umgestellt, ab Montag, 3. Februar, kosten die erste Stunde Parken und jede weitere halbe Stunde dann 1,20 Euro statt bislang einen Euro. Im Rahmen der Haushaltssicherung hatten die Stadtverordneten im vergangenen Jahr die Erhöhung beschlossen.

Stabile Einnahmequelle

Die Parkgebühren sind eine zuverlässige Einnahmequelle für den Korbacher Stadtsäckel. „Die Nutzung der öffentlichen Parkplätze ist relativ stabil, es gibt keine allzu großen Schwankungen“, sagt Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. Parkhaus, Parkdeck an der Kalkmauer und die Rotunde am Obermarkt haben im vergangenen Jahr die Erwartungen erfüllt: Eingeplant waren im Haushalt 172 000 Euro. „Das Ziel haben wir erfüllt“, sagt Vahland.

Weniger als erwartet hat die Stadt an den übrigen öffentlichen Parkplätzen eingenommen. Der Haushaltsansatz lag bei 190 000 Euro. „Wir liegen etwa 20 000 Euro darunter“, bilanziert der Ordnungsamtsleiter.

Die sinkenden Erträge haben einen Grund: Wegen der Bauarbeiten am neuen Geschäfts- und Wohnhaus auf dem Hanseplatz habe der Parkplatz am Hauptbahnhof lange nicht bewirtschaftet werden können, erklärt Vahland. Insgesamt sind 2013 durch den Verkauf von Parkscheinen knapp 340 000 Euro in den Haushalt geflossen.

Verlassen kann sich die Stadt auch auf die Falschparker: Die Mitarbeiter der Stadtwache haben Knöllchen für insgesamt rund 60 000 Euro verteilt - so hoch ist auch der Haushaltsansatz für Verwarnungsgelder. Hier rechnet das Rathaus aber mit einem deutlichen Plus für dieses Jahr: Durch mehr Kontrollen will die Stadt die Erträge aus Bußgeldern und Verwarnungen um 10 000 Euro steigern.

Viele kostenlose Plätze

Einen Parkplatz zu finden, ist in Korbach indes kein Problem. „Wir haben hier keine Parkplatznot“, sagt Vahland. Eine Liste der Stadt weist insgesamt 36 öffentliche Parkplätze aus. Dabei gilt: Je näher an der Innenstadt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie kostenpflichtig sind. Parkplätze weiter in der Peripherie, etwa am Fröbelseminar oder auf der Hauer, sind hingegen kostenlos. Hinzu kommen zahlreiche privat betriebene Parkplätze, die Firmen und Einzelhandel für die Kunden bereitstellen - etwa das Kaufland-Parkhaus in der Flechtdorfer Straße oder die Parkplätze von tegut, Herkules und Obi in der Briloner Landstraße. Wer sucht, der findet: „Auch in der Innenstadt gibt es viele kostenlose Parkplätze in den Nebenstraßen“, sagt Vahland.

Auch andere Städte in Hessen haben Parkgebühren als Mittel zur Haushaltssanierung entdeckt, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet: Frankfurt hat die Gebühren für das Parken am Straßenrand und auf Plätzen zum 1. Januar um 50 Prozent erhöht, Darmstadt, Gießen und Wiesbaden drehten bereits in den Vorjahren an der Gebührenschraube und auch Kassel will ab Sommer kräftiger zulangen und erstmals seit 1996 die Preise für die Parktickets erhöhen - im Schnitt werden die Tarife um 66 Prozent steigen. Die Stadt Kassel erwartet nach eigenen Angaben dadurch jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 1,2 Millionen Euro.(lb)

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