Korbach

„Chuchi Kilian“: Viele Köche, aber kein Brei

- Korbach (resa). Rehrücken, Sorbet und 
Forellenschaum: Wenn die Männer vom Kochclub „Chuchi Kilian“ zaubern, dann kann sich das Ergebnis sehen lassen. In diesem Jahr feiern die kochenden Männer den 30. Geburtstag.

In der Küche ist es ganz ruhig. Nur eine leise Radiostimme klingt über den großen Herd. Während Dieter Jesinghausen in einem Topf die Sauce ansetzt, schneidet Ludwig Dänzer Möhren und Schnittlauch. Ein Glas Wein, eine Flasche Bier und viel Ruhe: Darauf legen die Köche in der Belgischen Kaserne viel Wert.

Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder des Männerkochclubs „Chuchi Kilian Korbach“ zum gemeinsamen Kochen – seit 30 Jahren. „Am Anfang haben wir Rouladen gekocht, inzwischen sind wir raffinierter“, sagt „Chefkoch“ Dieter Jesinghausen. Nichts gegen gutbürgerliche Küche, aber dann bitte mit Pfiff. Viele Kochbücher haben sich die Männer inzwischen zugelegt, immer neue Ideen entworfen. Ob Sorbet, Salat oder Seelachs, Rehrücken, Ribbecker Birnen oder Rosenkohl: In der Küche fangen die Männer zwischen 33 und 77 Jahren an zu zaubern – meist zu einem bestimmten Motto. „Und das Auge isst mit“, weiß Kochbruder Jürgen Weige. Und deswegen steckt das Geheimnis eines erfolgreichen Gerichts eben auch im Anrichten.

Inspirationen haben sich die Marmiten, wie sie sich nach dem französischen Begriff für Kochtopf gerne nennen, pünktlich zum 30. Geburtstag der Gruppe bei einer Reise an die Mainschleife geholt. Weine kosten, Sterneessen probieren: Mit vielen Ideen kehrten sie zurück. An diesem Abend in der Belgischen Kaserne setzen die elf Kochbrüder mit ihren Vereinskameraden aus Bad Arolsen ihre Ideen nun um. Die Arolser schließlich waren es, die sie vor 30 Jahren zur Gründung eines Clubs animiert hatten. Acht Gänge stehen auf der Speisekarte, von Buchweizenplinsen an Forellenschaum über einen Sellerie-Cocktail, Entenbrühe, Zander und Holundersorbet bis hin zu Ruppiner Rehrücken im Walnussmantel und Gewürzbrotpudding mit Ribbecker Birne – ein oder zwei Kochbrüder kümmern sich um einen Gang.

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