Korbach

Der Conti-Chef kommt

- Korbach (jk). Der neue Conti-Chef Elmar Degenhart besucht am Donnerstag das Korbacher Werk. Nach all den Turbulenzen um den Schaeffler-Einstieg und Folgen der Wirtschaftskrise äußerte sich Degenhart zuletzt optimistisch.

Zufrieden zeigte sich Dr. Elmar Degenhart am Wochenende mit dem aktuellen Ersatzgeschäft im Reifensektor. Hier schlage der konjunkturelle Einbruch „nicht so drastisch“ durch wie in der Erstausrüstung. Insofern wirke das Ersatzgeschäft „überproportional stabilisierend“ und trage dazu bei, die mit den Gläubigerbanken vereinbarten Kreditklauseln einzuhalten. Hintergrund sind milliardenschwere Verbindlichkeiten bei Conti und Schaeffler. So muss Continental die Übernahme von Siemens-VDO von 2007 weiter schultern, und Schaeffler steckt durch die Übernahmeschlacht mit Conti tief in Schulden. Hinzu kommen die Wirtschaftskrise und die grundsätzliche Strukturschwäche im Automobilsektor, die beim Zulieferer Continental durchschlagen. Degenharts Einschätzung zum Reifengeschäft ist dabei gerade für Korbach von großer Bedeutung. Denn im Reifenwerk arbeitet ein Großteil der 2900 Beschäftigten am Standort. So neu ist der neue Mann an der Spitze indes für den Conti-Konzern gar nicht. Erst vor vier Jahren ging Elmar Degenhart bei der Frankfurter Conti-Tochter Teves (Bremssysteme) von Bord. Degenhart hatte sich mit dem damaligen Zuliefervorstand Wolfgang Ziebart, später Infineon-Chef, überworfen. Auch der frühere Conti-Chef Manfred Wennemer ist auf Degenhart weniger gut zu sprechen.2008 holte das Familienunternehmen Schaeffler den Manager nach Herzogenaurach. Seit einem Jahr führt Degenhart dort die Autozuliefersparte­ mit 40 000 Mitarbeitern. Dabei spielte Degenhart auch eine Rolle im Übernahmepoker zwischen Schaeffler und Conti.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Donnerstag, 24. September 2009.

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