Autozulieferer will Umsatz 2014 um fünf Prozent auf 35 Milliarden Euro steigern

Conti auf Wachstumskurs

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In der Produktion hochwertiger Reifen, wie hier im Werk Korbach, will Conti weltweit weiter expandieren.

Frankfurt/Hannover - Mehr Gewinn, weniger Schulden bilanziert die Continental AG für 2013. Im laufenden Jahr will der Conti-Konzern weiter expandieren - ob Reifen oder Elektronik für Autos.

Die Continental AG wird als Automobilzulieferer weiter an Gewicht zulegen - und sich unabhängiger machen von konjunkturellen Schwankungen bei der Erstausrüstung von Neuwagen. Dies gibt Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart als wesentliches Ziel für die Zukunft aus.

Am Donnerstag präsentierte Degenhart gemeinsam mit Conti-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer in Frankfurt am Main die vorläufige Bilanz für 2013. Über 33 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 1,9 Milliarden Euro Gewinn zeigen den Konzern mit inzwischen 178 000 Beschäftigten weltweit weiterhin auf Wachstumspfad. Dabei gelang es Conti, auch die Schwächen am europäischen Automarkt und „Wechselkursgegenwind“ durch den starken Euro zu kompensieren.

Vorstandschef Degenhart will den Umbau des Konzerns zu einem High-Tech-Unternehmen weiter vorantreiben. Hohes Potenzial sieht Conti in elektronischen Assistenzsystemen für die Automobilbranche: Technik und Software, die Autofahrer immer stärker unterstützten. „Unsere Vision lautet: null Unfälle. Das ist keine Utopie mehr“, sagte Degenhart. Schon bis 2025 könne durch Conti-Technik vollautomatisiertes Fahren zur Realität werden. Aber auch den traditionell starken Gummi-Sektor will Conti weltweit ausbauen. Neuester Zukauf für rund 1,4 Milliarden Euro ist die US-Firma Veyance mit Kautschuk- und Kunststofftechnologie. Ende 2014 soll das Unternehmen in den Conti-Konzern integriert werden.

Expansion sagt Continental ebenso bei Pkw-Reifen und Technischen Schläuchen voraus. Auch die von Korbach aus gesteuerte Produktion von Zweiradreifen soll weiter vorangehen, erklärte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer.

Ein ausführliches Interview mit Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental AG lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 7. März

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