Korbach

Contis Revolution am Reifen

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- Korbach/Portimaõ (jk). Mit „EcoContact5“ und „SportContact5“ brilliert Conti auf dem weltweiten Reifen-Markt. Den internationalen Test auf Herz und Nieren gab es diese Woche in Portugal.

Als Conti-Konzernchef Dr. Elmar Degenhart den Helm abzieht, huscht zunächst Erleichterung über sein Gesicht – die dann einem strahlenden Lachen weicht. Als Beifahrer in einem renntauglichen Porsche hat er die Strecke in Portimaõ kennengelernt, die in ihrem Profil an den Nürburgring erinnert. Erst 2008 ist dieser Kurs an der portugiesischen Algarve-Küste entstanden – und hat insbesondere bei Motorradpiloten einen besonderen Ruf erlangt. Berg- und Talfahrt wechseln ab mit engen Haarnadelkurven und unvermittelten Kehrtwendungen, die zwischen 50 und bis zu 250 km/h auf der Zielgeraden alles abverlangen. Nicht nur den Fahrern, sondern auch dem Material.

Internationales Fachpublikum spürt an diesem Tag insbesondere dem Reifen „SportContact5“ aufs Profil – ob im kleinen Fiat 500 Abarth, im Mini Cooper, im 1er BMW, im großvolumigen Jaguar oder im rund 300 PS starken Audi TT. Die Fahrersitze, aber auch die Plätze am Monitor in der Präsentationshalle sind höchst begehrt. Denn im Audi TT stecken Videokamera und Mikrofone, die rasante Fahrten live übertragen – samt verzerrter Mimik und Kommentare der Piloten. So ist es eine harte Probe, verkehrstaugliche Autos und die dicken „Conti-Schlappen“ auf dem Asphalt bis an die Grenze zu prüfen. Und der Ausflug ins Renngeschehen bringt längst nicht die einzige Herausforderung, die Techniker und Fachjournalisten an diesem Tag erwartet. Es geht vor allem um Alltagstauglichkeit von Produkten, in die Continental fast drei Jahre intensiver Arbeit gesteckt hat. Und es geht um nicht weniger als die Frage: Lässt sich das Rad etwa doch neu erfinden?

Die Antworten stecken im „SportContact5“ und insbesondere im „EcoContact5“ – allerdings weitgehend verborgen: Der Reifenriese mit Stammsitz in Hannover hat von der Chemie des Gummis über die vielen Bauteile eines Reifens bis zum Profil alles von Grund auf neu entwickelt. Und dazu brauchte es parallel auch neue Fertigungsprozesse. Ab September werden die Reifen auch im Korbacher Conti-Werk gefertigt.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 8. April

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