20 Jahre Förderkreis: Korbacher Kantorei mit mehr als 50000 Euro unterstützt

Damit es auch morgen noch klingt

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Die evangelische Kantorei Korbach und das „Orchester im Treppenhaus“ aus Hannover brachten 2014 unter sicherer Stabführung von Stadtkantor Eberhard Jung Felix Mendelssohn-Bartoldys Oratorium „Elias“ in der Kilianskirche zum Klingen.Archivfoto: Armin Hennig

Korbach - Seit 20 Jahren unterstützt der Freundeskreis die evangelische Kantorei in Korbach. Wichtigstes Ziel: Die größeren Orchesterwerke sollen fester Bestandteil im Kulturleben der Kreisstadt bleiben.

Die Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy im vergangenen Jahr ist vielen noch als eindrucksvolles Klangerlebnis im Gedächtnis: Etwa 90 Sängerinnen und Sänger der Korbacher Kantorei sowie Solisten und ein groß besetztes symphonisches Orchester formten einen großen Klangapparat. Neben den Streichern erklang die große Bandbreite eines symphonischen Orchesters mit Holz- und Blechbläsern und auch die Kiliansorgel war zu hören. Ohne die Unterstützung des Förderkreises der evangelischen Kantorei wäre das beeindruckende Konzert nicht möglich gewesen.

Große Konzerte sind auch eine große finanzielle Herausforderung

1995 hatten Freunde von Musik und Kultur aus Korbach und Umgebung den Verein aus der Taufe gehoben – initiiert vom damaligen Kantor Rainer Dyck. „Wir waren 19 Gründungsmitglieder“, erinnert sich die heutige Vorsitzende Gisela Kaiser. Ziel war, wenigstens alle zwei Jahre große Konzerte stattfinden zu lassen. Bis heute eine finanzielle Herausforderung für den Freundeskreis, der mittlerweile auf fast 80 Mitglieder angewachsen ist: „Eine Aufführung wie ‚Elias‘ kostet bis zu 25000 Euro“, sagt Kassierer Joachim Kaiser. Ohne Sponsoren und die Unterstützung des Freundeskreises nicht zu machen.

Mehr als 50000 Euro hat der Freundeskreis in den vergangenen 20 Jahren erwirtschaftet, um Aufführungen von Brahms‘ Requiem, der Johannes-Passion, Händels Messias und andere anspruchsvolle Kirchenkonzerte zu ermöglichen. Allein die Mitglieder der Kantorei haben zu der Summe 7000 Euro aus dem Erlös der „Kaffeeoase“ beim Altstadt-Kulturfest beigetragen.

Darüber hinaus hat der Verein auch einen gebrauchten Flügel für die Probenarbeit der Kantorei angeschafft. „Wir unterstützen auch Probenwochenenden finanziell und das ganz unbürokratisch“, sagt Schriftführer Bernd Schlieter.

Mit der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen, wird die Kantorei in diesem Jahr zum Abschluss der Orgelwoche im November einen musikalischen Höhepunkt bieten. Das anspruchsvolle Werk wird die Sängerinnen und Sänger ganz besonders fordern. „Die Proben laufen schon auf Hochtouren“, sagt Gisela Kaiser. Auch zu diesem besonderen Konzert wird der Freundeskreis der Kantorei wieder finanzielle und organisatorische Unterstützung leisten. Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Förderkreis übrigens am 16. April im Rahmen der Mitgliederversammlung.

Wer sich im Verein für die evangelische Kantorei in Korbach einsetzen möchte, kann sich an die Vorsitzende des Förderkreises Gisela Kaiser (Iserlohner Straße 1, Telefon 05631/64495) wenden.

Von Lutz Benseler

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