Korbach: Malte Meiser plant sein Austauschjahr in Amerika

Damit aus Träumen Wirklichkeit wird

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- Korbach. Viele Jugendliche haben den Traum, eine Zeit im Ausland zu verbringen. Einer von ihnen ist Malte Meiser. Viele Fragen stellen sich dem 15-Jährigen - auch die nach Sinn und Unsinn eines Auslandsaufenthalts.

Ein Jahr im Ausland, das ist schon seit zwei Jahren der Traum des 15-jährigen Malte Meiser. Doch nicht in irgendein Land: „Ich möchte gerne nach Amerika, ich finde die verschiedenen Kulturen und die Sprache sehr interessant“, erzählt er begeistert.

Nachdem er im vergangenen Herbst mit seiner Schule für zwei Wochen in den USA war, habe sich sein Traum noch mehr gefestigt. Allerdings möchte er noch aus einem anderem Grund in die weite Welt: „Ich erhoffe mir, dass sich meine Englischkenntnisse verbessern, deswegen möchte ich es auch vor dem Abi machen.“ So könne er Englisch als Leistungskurs wählen und bessere Noten schreiben, berichtet er hoffnungsvoll.

Anders als die meisten plant Malte, in der elften Klasse ins Ausland zu gehen. „Eigentlich gehen die Schülerinnen und Schüler durch G8 in der zehnten Klasse. Allerdings finden meine Eltern, dass ich noch zu jung bin, deswegen habe ich mich dafür entschieden, wie die Schüler aus G9 in der elften Klasse ein Auslandsjahr einzulegen“, erklärt er. Er werde diese Jahrgangsstufe dann freiwillig wiederholen.

Ulrich Handt, Oberstufenleiter der Alten Landesschule in Korbach, erklärt: „Ein Auslandsjahr sollte den Schulgang eines Schülers nicht negativ beeinflussen.“ Wenn ein Schüler in der zehnten Klasse für ein Jahr ins Ausland gehe, sei es nicht unbedingt nötig, diese Jahrgangsstufe zu wiederholen. Allerdings könne es sein, berichtet er, dass sich durch Defizite in der elften Klasse die Noten verschlechtern. „Das kann dann negative Auswirkungen auf das Abitur haben“, sagt Handt.

Auch Heinke Maria Floss, Geschäftsführerin von „World Wide Qualifications Sprach- und Studienreisen“, sagt: „Durch G8 entscheiden sich viele Schüler dafür, eine kürzere Zeit ins Ausland zu gehen, zum Beispiel nur ein halbes Jahr.“ So würden die Schülerinnen und Schüler nicht so viel in der Schule verpassen und fänden schneller wieder Anschluss in den Fächern.

Auslandsorganisationen wie diese vermitteln den Schülerinnen und Schülern einen Staat, eine Schule, ihre Gastfamilien, helfen bei den Vorbereitungen in Sachen Sprache und Kultur, außerdem unterstützen sie die Schüler und ihre Familien auch bei emotionalen Fragen. Viele Bewerber haben Angst, dass sie keinen Platz in einer Gastfamilie bekommen, so auch Malte. „Bei uns bekommt jeder, der sich bewirbt einen Platz“, berichtet Heinke Maria Floss.

Bleibt für viele Schüler die Frage nach den Kosten. Beim Durchsuchen der Prospekte ergibt sich: Die Preisspanne reicht bei einem Amerikaaustausch von 7000 Euro bis mehr als 30 000 Euro. „Die hohen Kosten entstehen dadurch, dass der amerikanische Staat für Austauschschüler nicht immer die Schulgebühren übernimmt“, erklären die Mitarbeiter der Organisation.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 21. Januar.

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