EWF und Kurhessenbahn informieren über Schülertransport in Vöhl

„Das ist eine Entwarnung“

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Entwarnung für Eltern, die sich Sorgen um den Schülertransport nach der Reaktivierung der Bahnstrecke gemacht haben: Vertreter des Nordhessischen Verkehrsverbundes, der Gemeinde Vöhl, der EWF und der IGDB informierten in der Henkelhalle.Foto: Demski

Vöhl - Welche Auswirkungen hat die Reaktivierung der Bahnstrecke auf den Schülertransport in Vöhl? Um Sorgen auszuräumen, stellten sich am Mittwoch Vertreter von NVV, EWF und IGDB in der Henkelhalle den Fragen von Eltern, Ortsvorstehern und Politikern.

„Das ist eine klare Entwarnung“, stellte Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert nach dem Vortrag von Dr. Hinrich Schmöe von der IGDB am Mittwochabend fest. „Jegliche Spekulationen, die in den vergangenen Monaten ins Kraut geschossen sind, dürften damit vom Tisch sein“, ergänzte er. Denn Schmöe hatte die Fahrpläne für den Schülertransport nach der Reaktivierung der Bahnstrecke vorgestellt und klar gemacht: „Für die Schüler der Ederseeschule und der Henkelschule ändert sich gar nichts.“

Vöhler Schüler allerdings, die nach Korbach oder Frankenberg zur Schule fahren, müssen sich ab Dezember umstellen. „Der Transport ist aber auch für sie gesichert“, betonte Schmöe. Vor allem die Vöhler Christdemokraten hatten in der Gemeindevertretung vehement gefordert, dass sich die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) den Sorgen der Menschen stelle. Der Energieversorger kam der Forderung schließlich nach - das Interesse der Eltern indes schien eher gering. Vielleicht waren ihre Sorgen nach den Bekanntmachungen der IGDB-Verkehrsplaner in der vergangenen Woche aber auch bereits ausgeräumt.

Schmöe betonte dann abermals: „Grund- und Mittelstufenschüler kommen auch künftig umsteigefrei mit dem Bus zur Schule.“ Einzige kleine Änderungen: Die Linie heißt dann nicht mehr 555.1, sondern 501.1. Und weil sie ab September 2015 auch die neue Bahnhaltestelle in Herzhausen anfährt, könnte sich der Fahrplan um wenige Minuten verändern. Auch die Kinder, die aus den Vöhler Ortsteilen zur Henkelschule fahren, müssen sich nicht umstellen.

„Nur Vöhler Jugendliche, die weiterführende Schulen in Korbach oder Frankenberg besuchen stehen Veränderungen ins Haus“, erklärte Schmöe. Rund 70 Schüler hat der Verkehrsverbund gezählt - die Oberstufenschüler ausgenommen, denn sie zahlen ihr Ticket selbst und werden deswegen nicht erfasst. Machten sie sich zur ersten Stunde bisher Richtung Frankenberg mit der Linie 555 auf den Weg zur Schule, werden sie ab September den Zug R42 nehmen müssen - die Ankunft liegt dann eine Minute vor der bisherigen Zeit. Kinder aus Altenlotheim werden mit einer neuen Buslinie pünktlich nach Schmittlotheim gebracht, um dort den Zug nach Frankenberg zu nehmen. Weil für die Rückfahrt nach der sechsten Stunde der Zugfahrplan nicht passt, setzt die EWF für die Rückfahrt einen Bus ein - der hat dann nicht mehr die Nummer 555, sondern 501. „Die Regelfahrten der bisherigen Linie 555 entfallen aber“, erklärte Schmöe, „sie werden künftig von der Bahn übernommen“.

Schüler, die aus der Großgemeinde nach Korbach zur Schule fahren (etwa 35), sollten morgens den Zug nehmen, nachmittags fährt dann die Buslinie 501 Richtung Vöhl. „Der neue Fahrplan basiert auch auf Schülerzählungen“, erklärte Schmöe.

Neu eingerichtet wird eine Rufbuslinie von den neuen Bahnstationen zu den Gruppenunterkünften „Burg Hessenstein“, Sportjugend und Ferienzentrum Albert Schweitzer. „Ein völlig neues Angebot“, erklärte Dr. Olaf Winter (EWF), „bei dem wir erstmal die Nachfrage beobachten wollen.“ Auf Anregung von Heinrich Heidel (FDP) soll auch die Jugendherberge „Hohe Fahrt“ in dieses Konzept aufgenommen werden. Alfred Protzek von der EWF kam dem Wunsch nach: Die „Hohe Fahrt“ werde mit in die Vorlage geschrieben. Die Entscheidung steht noch aus.

Von Theresa Demski

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