Europa-Abgeordneter Martin Häusling (Grüne) besucht das Nationalparkzentrum in Herzhausen

„Das macht die Region einzigartig“

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Im Nationalparkzentrum (von links): Caroline Tönges und Christine Möller vom Kreisvorstand der Grünen, Manfred Bauer, Leiter des Nationalpark-Amtes, seine Stellvertreterin Jutta Seuring und Europa-Abgeordneter Martin Häusling. Foto: Lutz Benseler

Vöhl-Herzhausen - Immer mehr Touristen entdecken die Natur im Nationalpark Kellerwald-Edersee - Brüssel sollte das noch stärker fördern, erklärt Martin Häusling, Europa-Abgeordneter der Grünen, am Samstag bei einem Besuch im Nationalparkzentrum.

Das Naturerlebnis in der Region Kellerwald-Edersee ist zu einem Wirtschaftsfaktor geworden. „Es hat einige Zeit gedauert, bis der Nationalpark im Tourismus angekommen ist, aber wir sind mit der Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren sehr zufrieden“, resümierte Manfred Bauer, Leiter des Nationalpark-Amtes bei einem Besuch des Europa-Parlamentariers Martin Häusling. Der gelernte Agrartechniker und Milchbauer aus Bad Zwesten ist agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament.

Deutlichestes Zeichen des touristischen Erfolgs: „Die Saison am Edersee hat sich bis in den Oktober verlängert“, erläuterte Bauers Stellvertreterin Jutta Seuring. Grund dafür seien die Wanderangebote im Nationalpark.

Häusling sieht vor allem in der Kombination Nationalpark und Weltnaturerbe viel Potential: „Das macht die Region einzigartig“, sagte der Politiker. Seit 2011 gehören die Buchenwälder zum Unesco-Weltnaturerbe. Vor allem bei den Gästen aus dem Ausland entwickelt der Titel Zugkraft. International werde der Nationalpark im Paket mit dem Herkules in Kassel als Welterberegion Nordhessen erfolgreich vermarktet, erklärte Seuring. Innerhalb Deutschlands stehe indes das Prädikat „Nationalpark“ im Vordergrund.Ein Weg, den Brüssel über das Leader-Programm künftig noch mehr fördern müsse, so Häusling: Das Förderprogramm der europäischen Union müsse stärker in Richtung Naturschutz und sanften Tourismus ausgebaut werden.

Der Grünen-Abgeordnete: „Die Fördergelder müssten noch mehr als bisher in ländliche als in landwirtschaftliche Infrastruktur fließen.“ Dazu sei es notwendig, die Gelder auf Schwerpunkte zu konzentrieren und diese sinnvoll zu fördern und zu entwickeln: „Meiner Meinung nach gibt es zu viele Leader-Regionen“, sagte Häusling.

Von Lutz Benseler

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