Netzwerk: Stationäres Hospiz soll in der Mitte des Landkreises entstehen

„Das wäre nur in Korbach sinnvoll“

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- Korbach (md). Der Landkreis will den Aufbau eines stationären Hospizes unterstützen. Wo die Einrichtung entstehen soll, ist noch nicht entschieden. Das Palliativ- und Hospiznetzwerk Waldeck-Frankenberg plädiert für Korbach als Standort.

In Waldeck-Frankenberg wird die Hospizarbeit derzeit ambulant geleistet: Wer es wünscht, wird auf seinem letzten Weg in seiner gewohnten Umgebung liebevoll begleitet und palliativ betreut: Ziel ist es, dem Sterbenden ein möglichst beschwerdefreies, schmerzfreies Dasein zu ermöglichen – darauf haben gesetzlich Versicherte gesetzlichen Anspruch. Das 2009 gegründete Palliativ- und Hospiznetzwerk Wal­deck-Frankenberg koordiniert die Versorgung. Seit März 2010 hat das Netzwerk aus Palliativärzten, -Pflegediensten, Hospizdiensten und Seelsorgern insgesamt 97 Menschen palliativ versorgt. Dabei arbeitet das Netzwerk eng mit den Hausärzten und Pflegeteams zusammen, die die Patienten weiterhin betreuen.

Landrat Dr. Reinhard Kubat will die Einrichtung eines stationären Hospizes in Waldeck-Frankenberg mit einer Million Euro unterstützen; der Kreistag hat 50 000 Euro in den Haushalt 2012 eingestellt. Stationäre Hospize sind kleinere, familiäre Einrichtungen, die sich um die Begleitung Sterbender kümmern. Dort werden sie rundum versorgt – eben auch palliativ, damit sie keine Schmerzen leiden. Derzeit wird sondiert, wo ein solches stationäres Hospiz am besten entstehen sollte (wir berichteten). Der Vorstand des Palliativ- und Hospiznetzwerks sehe bei 160 000 Einwohnern im Landkreis derzeit einen Bedarf von höchstens fünf Plätzen, erklärt Pfarrer Horst Rühl, der dem Netzwerk vorsteht.

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