Nach drei Jahren Pause treten die „2sdays“ wieder auf · Rockmusik hält die vier Mitglieder jung

„Die älteste Nachwuchsband Korbachs“

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Korbach - Als Teil der Waldecker Kauhlhasen singen sie meist volkstümliche Lieder auf Plattdeutsch. Aber die vier Männer können auch anders: Als „2sdays“ stehen sie mit Rock von CCR bis Udo Lindenberg auf den Bühnen der Region.

Viel weist im ersten Moment nicht darauf hin, dass in dem unscheinbaren Familienhaus in Korbach Gitarrenriffs von Smokie und den Scorpions erklingen. Erst im Untergeschoss verdichten sich die Anzeichen. Im Flur zum Probenraum hängt ein Poster der Rolling Stones. Aus dem Zimmer erklingt „Nowhere Man“ von den Beatles – mit dreistimmigem Gesang. Spätestens da ist klar, dass hier Herzblut-Musiker am Werk sind. Die Musik ihrer Jugend Albert Bangert, Hermann Eirund, Helmut Isenberg und Peter Prazak sind die „2sdays“. Nach ihrem letzten Auftritt beim Altstadt-Kulturfest 2010 legten die Musiker eine Pause ein, jetzt sind sie zurück – voller Elan und mit viel Humor. Als älteste Nachwuchsband Korbachs bezeichnen sie sich scherzhaft. Dabei ist es in zweierlei Hinsicht die Erfahrung, welche die Gruppe auszeichnet. Die Mitglieder des Quartetts machen seit ihrer Jugend Musik, und jetzt spielen sie auch die Musik aus ihrer Jugend. „Das sind die Lieder, mit denen wir aufgewachsen sind. Und das hält uns jung“, sagt Hermann Eirund. Das Repertoire reicht von Creedence Clearwater Revival über Bob Dylan bis zu Marius Müller-Westernhagen. Aber auch modernere Stücke etwa von Coldplay oder Snow Patrol studieren die „2sdays“ derzeit ein. Der Name geht übrigens auf die Proben an jedem Dienstag zurück. Comeback am 1. September Zusammengefunden haben die Musiker über eine andere Band: die Waldecker Kauhlhasen, in der Region bekannt für volkstümliche und rockige Musik auf Plattdeutsch. „Während der Proben mit den Kauhlhasen entstand die Idee, etwas anderes zu machen“, sagt Helmut Isenberg. Und so wurde die Formation „2sdays“ gegründet, die sich nicht als Party-Band sieht. „Lieder wie ‚Ein Stern‘ wollen wir eigentlich nicht spielen, höchstens auf Nachfrage“, so Isenberg.Nun fiebern die vier ihrem ersten Auftritt entgegen. „Das Repertoire und die Lust sind da. Die Freude am Musikmachen lässt uns nicht los“, sagt Peter Prazak. Und so freuen sie sich auch auf Auftritte in Kneipen. „Da sind wir näher am Publikum und die Stimmung ist schnell auf dem Siedepunkt“, so Helmut Isenberg. Das offizielle Comeback der „2sdays“ gibt es am Sonntag, 1. September, beim Auftritt in der Eisenberghütte in Goldhausen.

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