Korbach

„Die Lebensweise ist beeindruckend“

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- Korbach. Fußball und Südamerika: Das war es, was Anne-Kristin Stecher vor einem Jahr mit Brasilien verband. Zwölf Monate später hat sie Land und Leute vor Ort kennengelernt. Am Sonntag erzählt sie davon.

Die 20-Jährige wollte das Jahr nach dem ALS-Abitur sinnvoll nutzen. „Ich wollte es Gott geben“, erzählt Anne-Kristin Stecher, die in einer Pfarrersfamilie aufgewachsen ist. Im Alter von 13 Jahren stand für sie bereits fest: „Wenn ich groß bin, will ich ins Ausland.“ Das „Cervin“ (Centro Recuperacao Vida Nova) liegt im Süden Brasiliens und kümmert sich um Drogenabhängige und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Für die Korbacherin sollte das Zentrum der Schritt in eine neue Welt werden. Fast genau ein Jahr lang erlebte sie die Arbeit in dem Schwellenland, das nicht arm, aber auch nicht reich zu sein scheint und in keine westeuropäische Kategorie passen will.„Es ist ein riesiges Land mit enormen Unterschieden. Wer zum Beispiel im Norden arbeitet, erlebt ein ganz anderes Brasilien als ich“, erzählt Anne-Kristin von ihren Erfahrungen, die in ihrem Urlaub Teile der „República Federativa do Brasil“ (siehe Hintergrund) erkundete.Den wahren Kulturschock erlebte sie aber erst, als sie nach zwölf ereignisreichen Monaten wieder in Deutschland ankam. „Als ich mein Zimmer sah, wurde mir klar, wie unglaublich reich wir sind. In Brasilien gibt es kaum Tapeten, Teppichböden und Farben. So ein Zimmer wie meins hatte dort niemand“, erzählt sie.Am Sonntag, 1. August, gestaltet die Brasilienexpertin den Gottesdienst der Evangelischen Gemeinschaft. Los geht es im Laaker Weg um 18 Uhr.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Samstag, 31. Juli 2010.

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