Bauausschuss berät über neue Flächen zur Energiegewinnung durch Windkraft

Diemelseer wollen mitverdienen

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- Diemelsee (nv). Nach Turbulenzen in der Vergangenheit diskutierten die Diemelseer Gemeindevertreter in den letzten Jahren nur noch selten über Windkraft. In Zukunft werden sich ihre Gedanken aber wieder verstärkt um die Mühlen drehen.

„Durch die Energiewende ist bei den Kommunen wieder sehr viel Dynamik in dieses Thema gekommen“, berichtet Landschaftsplaner Detlef Schmidt (Grebenstein) am Dienstagabend bei der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Wirtschaft und Fremdenverkehr in Adorf. Es finde ein Umdenken statt.

Folge sei, dass Flächen für die Windenergiegewinnung geprüft würden, die zuvor als ausgeschlossen galten, zum Beispiel Wälder. Beweise für diesen frischen Wind liefern in Diemelsee sowohl die Großbaustelle zwischen Adorf und Giershagen, auf der zehn neue Riesen-Mühlen und eine Wind-Erlebnisstation entstehen (WLZ, 21. Januar), als auch die Tagesordnung der Ausschusssitzung:Um neue Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen auszuweisen, beraten die Mitglieder gleich über zwei Änderungen des Flächennutzungsplans: l

Auf der Hochfläche zwischen Adorf und Vasbeck könnten laut Bürgermeister Volker Becker ein bis zwei weitere Windräder entstehen. Der Wald, der von Adorf aus links der Landesstraße liegt und an die bisherige Vorrangfläche grenzt, gehört der Gemeinde. Damit der wirtschaftliche Ertrag der Gemeinde zugute kommt, schlägt Becker vor, dort selbst oder zusammen mit der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) zu bauen. Der heimische Energieversorger plant bereits einen Windpark mit Bürgerbeteiligung bei Rhenegge (WLZ, 19. Januar).Die Ausschussmitglieder sprechen sich am Dienstag einstimmig dafür aus, die Bauleitplanung einzuleiten. Die Entscheidung treffen die Gemeindevertreter bei ihrer nächsten Sitzung am Freitag, 3. Februar.

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