Korbach

Diplome für die jüngsten Studenten

- Korbach (jk). Das dritte Semester der Kinder-Uni war wiederum ein Erfolg. Rund 400 Mädchen und Jungen erhielten am Mittwoch zur Anerkennung ihre Diplome. Das Finale im Hörsaal war wahrlich zum Abheben.

Können Libellen Menschen stechen? Dieses Rätsel galt es zum Abschluss der dritten Staffel bei der Kinder-Uni zu beantworten. Zu Beginn der beiden Vorlesungen sollten die acht- bis zwölfjährigen Studenten in der Korbacher Stadthalle diese Frage anonym beantworten. Dann hieß es aufgepasst, um während der Vorlesung die richtige Lösung zu finden. Der Kasseler Biologie-Dozent Dr. Armin Lude verstand es dabei prima, den Kindern aus ganz Waldeck-Frankenberg das schillernde Leben der Libellen zu erklären. So verging die Zeit im Hörsaal quasi wie im Fluge. Eltern und Geschwister lauschten im Foyer derweil per Videoübertragung gebannt der lehrreichen Stunde. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 80 verschiedene Arten, die in Kleinlibellen und Großlibellen zu unterscheiden sind. Die großen strecken die Flügel im Stand von sich, während die kleinen Arten ihre Flügel am Körper zusammenfalten, erläuterte Dr. Armin Lude. Dabei zeigen die Insekten großen Hunger, wenn sie ihre „Fangmaske“ am Maul blitzschnell nach vorne schießen lassen. Und sie sind wahre Flugkünstler, die letztlich auch Hubschrauber-Konstrukteuren als natürliche Vorbilder dienten. Überdies zeigen sich die Großlibellen als erstaunlich schnelle Flieger: Bis zu 120 Stundenkilometer können sie im Spitzentempo erreichen. Für die kleine Lara geriet das Finale der diesjährigen Kinder-Uni zum besonderen Erlebnis. Sie durfte in der ersten Vorlesung ein spannendes Experiment durchführen: Mit einem Holzstäbchen ließ sie eine lebende Libellenlarve im Wasser anbeißen. Am Ende war es allen im Hörsaal klar: Nein, Libellen stechen keine Menschen. Es ist wohl ihre schillernde Art, die ihnen im Laufe der Jahrhunderte so manches Vorurteil in Deutschland eintrug. Denn in Japan werden Libellen viel freundlicher beurteilt.

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