Offene Tür und ein Alarm in Heringhausen

DLRG-Einsatz am Diemelsee

Heringhausen - Beim Tag der offenen Tür der DLRG-Station am Diemelsee hatten die Lebensretter nicht nur zur Probe einen Alarm: Ein Segelboot kenterte am Samstag.

Die DLRG-Station hatte Besuchern am Nachmittag gerade eines ihrer Rettungsboote präsentiert, da musste sie zum Ernstfall ausrücken aufs Wasser. Gegen 14.30 Uhr war ein Segelboot auf dem Diemelsee gekentert, zwei Segler schwammen im kühlen Wasser. Doch die Hilfe im roten Boot kam schnell und brachte die Segler in wärmenden Decken zur DLRG-Station ans Land. Gut, dass es die Lebensretter am Diemelsee gibt. Jahr für Jahr sind die ehrenamtlicher Helfer der DLRG von April bis September in Bereitschaft, um Menschen in Not zu helfen – vor allem in den Sommerferien. Dabei geht es längst nicht nur um Einsätze auf dem Wasser. Auch bei Verkehrsunfällen, Herz-Kreislauf-Problemen oder bei Anglern in Not sind die DLRG-Mitglieder zur Stelle, erklärt Martina Stoewe. Sie ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Voriges Jahr gab es rund um den Diemelsee viele Motorradunfälle, bei denen die DLRG-Station dann Hilfe leistete. Die laufende Saison dagegen verlief bis zum Wochenende „absolut ruhig“, sagt Martina Stoewe – auch weil sich der Sommer bislang eher unterkühlt zeigt. Betreut wird die Station am Diemelsee von der DLRG-Ortsgruppe Korbach mit ihren rund 280 Mitgliedern, schildert Peter Fritzsche, zweiter Vorsitzender der DLRG Waldeck-Frankenberg. Unterstützung kommt dabei in diesem Jahr auch von den DLRG-Nachbarn aus Hallenberg. Die westfälischen Partner helfen, auch die Ferienzeit in Nordrhein-Westfalen abzudecken, denn am Diemelsee verläuft die hessisch-westfälische Landesgrenze. Warum sie unentbehrlich sind und was sie können, das zeigte die DLRG-Station in Heringhausen am Samstag beim Tag der offenen Tür. Für Besucher gab es Würstchen, Kaffee und Kuchen – und vor allem Einblick in die Arbeit der DLRG. Die ist auch auf Prävention ausgerichtet, wie eine Kindergruppe bei einer praktischen Übung erfuhr: Die DLRG-Helfer simulierten einen Autounfall auf dem Parkplatz und gaben den Mädchen und Jungen wichtige Tipps – ob Notruf oder Erste Hilfe. „Wir möchten bei solchen Übungen den Kindern und Jugendlichen einfach die Scheu nehmen“, wenn es um Hilfe in der Not geht, betont Martina Stoewe. Da passte am Samstag auch die Unterstützung der Sparkasse Waldeck-Frankenberg bestens ins Konzept. Das heimische Kreditinstitut spendete 1000 Euro für einen weiteren Defibrillator. Der elektrische Schockgeber kann lebensrettend sein bei Herzattacken. Das neue Gerät der DLRG-Ortsgruppe Korbach ist dabei maßgeschneidert für Trainingszwecke: Eine automatisierte Stimme gibt Anweisung, wie der Defibrillator im Ernstfall einzusetzen ist – auch von Laien. Wer Interesse hat an der ehrenamtlichen Arbeit und dem vielfältigen Vereinsleben in der DLRG-Ortsgruppe Korbach, kann sich an den Vorsitzenden Udo Kirstein (Vöhl) wenden: Tel. 05635/8321.Spendenkonto der DLRG-Ortsgruppe Korbach: Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Konto 78 477, BLZ 523 500 05. Jörg Kleine

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