Korbach

Dokumentation der ARD mit Kurt Finke

- Mit einer „Normal-8-Kamera“ erlebte der 24-jährige Kurt Finke als Soldat den Zweiten Weltkrieg. Am Dienstagabend um 22.45 Uhr zeigt die ARD eine Dokumentation, an der auch der Korbacher mitgearbeitet hat.

Korbach (resa). Er will nicht, dass die Geschichte unter den Teppich gekehrt wird. Zu lebendig sind seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. „Ich war gerade mal 24 und marschierte in einen Krieg, den ich nicht wollte“, erinnert sich Kurt Finke. Inzwischen hat der Korbacher seinen 94. Geburtstag gefeiert, die Erinnerungen an die Vergangenheit, an den Zweiten Weltkrieg, den er in Uniform verbrachte, sind noch wach.Heute Abend um 22.45 Uhr zeigt das Erste Programm (ARD) nun eine Dokumentation, für die auch Kurt Finke interviewt wurde. Der Dokumentarfilm über den deutschen Überfall auf Polen will auch von den Menschen in Deutschland erzählen, die rund 20 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg einen Zweiten am Horizont aufziehen sahen. „Ich erinnere mich an die Stimmung im Land“, sagt der 94-Jährige. Zwei Ausschnitte des langen ARD-Interviews werden heute Abend gezeigt, viele andere Zeitzeugen wurden befragt.

Ein breiteres Spektrum bietet das vhs-Kulturforum am 15. September um 19.30 Uhr im Korbacher Bürgerhaus. Dann erzählt Kurt Finke aus seinen Erinnerungen und zeigt den rund einstündigen Film, den er während seiner sechs Kriegsjahre gedreht hat. Keine Propaganda, sondern die harte Realität des Kriegsalltags brannte er auf Zelluloid. „Ich durfte filmen, was ich wollte“, erzählt Finke. Ruhephasen seines Bataillons fing er ebenso ein, wie das Kampfgeschehen. Szenen von Rothenburg bis nach Stalingrad gehören zu dem eindrucksvollen Zeitdokument.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Dienstag, 18. August 2009.

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