Edersee Touristic verlegt Rennen wegen niedrigen Wasserstands in Herzhausen · Termin bleibt 24. und

Drachenboote starten bei Teichmanns

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Zu wenig Wasser für das Drachenbootrennen: Deswegen stechen die Boote am 24. und 25. Mai nicht in Herzhausen, sondern beim Campingplatz Teichmann in See.

Vöhl-Herzhausen - Die Drachenboote stechen in diesem Jahr beim Campingplatz Teichmann in See. Weil der Wasserstand des Edersees in Herzhausen bereits jetzt zu niedrig ist, musste die Edersee Touristic umplanen - zum Bedauern vieler Herzhäuser.

Das hatten sich die Herzhäuser anders vorgestellt: „Im Jubiläumsjahr hatten wir uns darauf verlassen, dass genug Wasser im See bleibt, um bei uns das Drachenbootrennen ausrichten zu können“, sagt die Herzhäuser Ortsvorsteherin Christine Scheffer. Aber im Winter fiel kein Schnee, der Frühling war trocken und die ersten Schwertransporte auf der Weser brauchten Wasser. „Die Menschen in Herzhausen sind dann diejenigen, die den sinkenden Wasserstand als Erstes spüren“, weiß die Ortsvorsteherin.

Weil die Veranstalter des Drachenbootrennens aber auf Nummer sicher gehen müssen, haben sie sich kurz vor Ostern für die Verschiebung des Veranstaltungsortes entschieden: Das Rennen soll nun am 24. und 25. Mai auf dem See des Campingplatzes Teichmann bei Herzhausen ausgetragen werden. „Das ist eine Großveranstaltung“, erklärt ET-Chef Claus Günther auf WLZ-FZ-Nachfrage, „wir mussten frühzeitig eine Entscheidung treffen und die Idee, das Rennen bei Teichmanns auszutragen, ist nicht neu.“

Die Entscheidung bedauern vor allem die Herzhäuser. „Natürlich hätten wir das Rennen gerne direkt am See und direkt in Herzhausen gehabt“, betont Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert, „das wäre gut für den Ort gewesen.“ Aber das Jahr sei bisher sehr trocken gewesen. „Und auch das Wasser- und Schifffahrtsamt kann kein Wasser herbeizaubern“, sagt Stappert. Er sei froh, dass das Rennen zumindest in Ortsnähe stattfinden könne.

Die Herzhäuser Vereine haben bereits angekündigt, die Veranstaltung am Campingplatz zu unterstützen. „Es wird das größte Drachenbootrennen mit Zehnerbooten in Europa“, kündigt Günther an. 52 Startplätze gebe es, 50 Anmeldungen seien inzwischen eingegangen - so viele wie noch nie. Das habe vor allem mit der Umstellung auf kleinere Boote zu tun. „Viele Mannschaften aus den umliegenden Ortschaften machen mit“, erklärt der ET-Chef.

Ohnehin sei die Stimmung am Edersee in diesem Frühjahr nicht so schlecht wie oft angenommen: „Ich verstehe den Unmut der Herzhäuser“, erklärt Günther, „aber im vergangenen Jahr hatten wir zur gleichen Zeit einen ähnlichen Wasserstand. Und im Sommer war der See dann voll.“ Das erhofft sich Günther auch für das Jubiläumsjahr am Edersee. Und so wünscht sich der ET-Chef im Moment vor allem Regen - allerdings nicht beim Drachenbootrennen am vorletzten Maiwochenende.

Der sinkende Pegelstand wirke sich bisher aber nicht auf die Besucherzahlen aus, ergänzt er. „Wir haben dieses Jahr bis März schon mehr Buchungen gehabt als bis April vergangenen Jahres“, erklärt Günther, „das Interesse an unserem See steigt.“

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