An Schlafen ist bei der langen Lesenacht in der Korbacher Stadtbücherei gar nicht zu denken

Dschungelmahl und Gruselgeschichten

Korbach - Schlafen verboten, schmökern erlaubt: In der langen Lesenacht von Freitag auf Samstag in der Korbacher Stadtbücherei haben 22 Kinder viele spannende Abenteuer erlebt und sich mächtig gegruselt.

Mit Schlafsäcken, Isomatten und Taschenlampen breiten sich die Kinder zwischen den Bücherregalen aus und lauschen schaurig schönen Geschichten, spielen oder schmökern bis zum Morgen. Es gibt eine Schatzsuche, ein üppiges Dschungelmahl, es wird gebastelt und natürlich gelesen. Und was gibt es Schöneres, als sich im Dunkeln schaurige Geistergeschichten vorlesen zu lassen. Etwa aus „Onkel Montagues Schauergeschichten“. Der mysteriöse Alte lebt allein mit seinem Diener Franz in einem düsteren alten Haus. Onkel Montague scheint über einen unerschöpflichen Vorrat an gruseligen Geschichten zu verfügen – und die jagen auch den Kindern Schauer über die Haut. Selbst Hartgesottenen lassen die Geschichten aus „Der Geist von Sleepy Hollow“ die Haare zu Berge stehen. Da gibt es kopflose Reiter, vergrabene Herzen, die immer noch schlagen, und einen durchgeknallten Lasterfahrer, der fährt wie der Henker, aber eigentlich schon tot ist. Als ob das alles nicht gruselig genug wäre, geht es anschließend zu einer Nachtwanderung durch die Stadt. Und die führt über den alten Korbacher Friedhof und „überallhin, wo es dunkel ist“, sagt Büchereileiterin 
Maren Heynk, die mit zwei Mitarbeiterinnen der Korbacher Stadtbücherei und einer ehrenamtlichen Helferin der Stadtbücherei Kassel die lange Lesenacht organisiert hat. An Schlaffen ist da gar nicht zu denken.Die lange Lesenacht gehört nun schon seit einigen Jahren zum Repertoire der Bücherei in der Ferienzeit, soll zum Lesen anregen und ein unvergessliches Erlebnis bieten. Die strahlenden Augen beweisen es: Für die Kinder ist es auf jeden Fall immer etwas ganz Besonderes.

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