Goldhausen

Durchbruch geschafft: Ein Loch im Goldberg

- Korbach-Goldhausen (jk). Das rund 300 Millionen Jahre alte Gestein barg so manche Überraschung, trotzdem trafen die Bohrspezialisten in Goldhausen genau ins Schwarze. Für Besucher verheißt das künftig neues Abenteuer.

Bohrmeister Jürgen Pröhl war zuversichtlich, der Vorstand des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ fieberte mit: 
Um 16.55 Uhr fraß sich die Bohrkrone durch den First exakt hinein in einen Querschlag des Besucherbergwerks. Mit fetten Strahl schoss das Spülwasser fürs Bohrgestänge in den Stollen, die Erleichterung war groß, resümierte Vereinsvorstand Wolfgang Behle, denn der Durchbruch des Bohrers ist auch ein Durchbruch für den Verein: Im nächsten Jahr sollen Besucher zusätzlichen Einblick in Deutschlands ergiebigsten Goldberg erlangen. Rund 250 Meter lang ist die Tour derzeit im Besucherbergwerk – bis hinein in den mittelalterlichen Bergbau aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ein Querschlag, der in den 1970er-Jahren neu aufgewältigt wurde, war bislang aber für Besucher verriegelt. Ziel des Vereins ist seit Jahren, diese weiteren rund 200 Meter fürs Publikum zu öffnen. Nach Genehmigung durch das Bergamt Kassel machten sich Vereinsmitglieder voriges Jahr mit viel Schweiß und Muskelkraft daran, den Weg zu ebnen. Was noch fehlte, war eine „Bewetterung“: ein Loch nach außen, um die Luftzirkulation zu sichern. Sonst wäre die Luft zu dünn für Besucher geworden. Schon vor über drei Jahren hatte ein Vermessungsingenieur die Basis dafür gelegt. Doch die Umsetzung war schwierig – und nicht billig: Von oben musste ein Bohrloch 50 Meter durch den Fels getrieben werden. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Freitag, 3. September 2010.

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