Riesenbeifall für vier verdiente Benkhäuser

Ehrenbriefe für ein
 Quartett mit Kraft

Benkhausen - Für herausragende Verdienste erhielten vier Benkhäuser den Ehrenbrief des Landes Hessen: Erich Fischer, Christian Biederbick, Karl-Erich Schlömer und Horst Wilke.

Der letzte Programmpunkt beim Dorfabend am Samstag in Benkhausen gab den meisten im Saal wahrlich Rätsel auf. Moderator Thomas Eitzert ließ zum Auftakt nur durchblicken, dass Wehrführer Hartmut Fischer und Bürgermeister Volker Becker sich einen ganz besonderen Beitrag hätten einfallen lassen. Viele warteten wohl auf ein komödiantisches Finale, doch dann tauchten Becker und Hartmut Fischer in festlicher Kleidung und mit andächtigen Worten am Mikrofon auf. Aber wann hätte die feierliche Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen auch besser gepasst als beim traditionellen Dorfabend in Benkhausen? Und dann gab es die Ehrung gleich noch in vierfacher Ausführung. Es ging längst nicht nur um die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses, in die der Diemelseer Ortsteil zuletzt eine Menge Muskelkraft, Zeit und „EU-Fördermittel“ (Es war mal Unser Geld) gesteckt hatte, wie Eitzert zur Eröffnung des Abends launig erzählte. Vielmehr ging es um einen Charakterzug, der die Benkhäuser in besonderem Maße seit Generationen auszeichnet – Ehrenamt und Eigenleistung. Und da rückten am Samstagabend vier engagierte Benkhäuser – selbst überrascht – ins Rampenlicht. „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat“, zitierte Bürgermeister Becker den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer. Dann verlas er feierlich die Urkunden, unterzeichnet von Ministerpräsident und Landrat. Christian Biederbick ist seit 2006 stellvertretender Ortsvorsteher, war lange Jahre im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins, stellvertretender Wehrführer, ist Mitglied im Geschichtsverein. Ortsvorsteher Erich Fischer ist seit 1977 ebenso in vielen Vereinen, Feuerwehr und Gemeindepolitik aktiv. Karl-Erich Schlömer ist seit Jahrzehnten Schriftführer im Verkehrsverein, war Wehrführer, Jagdvorsteher und stellvertretender Ortsvorsteher. Und das gleiche große Engagement gilt für „Schröders“ Horst Wilke – ob Heimat- und Verkehrsverein, Feuerwehr, Gemeindevertretung, Ortsbeirat oder Geschichtsverein. „Auszeichnungen oder Belobigungen“ hatten sie bei alldem nicht im Sinn, wie Erich Fischer betonte. – Aber verdient haben es die Vier allemal.

Kommentare