Korbacher Feuerwehr will bis zum Ende des Jahres in alle 40 Fahrzeuge Digitalfunk einbauen

Auf dem Weg in eine digitale Zukunft

Korbach - Die Korbacher Feuerwehr rüstet derzeit von Analog- auf Digitalfunk um. Wann die moderne Technik im Landkreis voll einsetzbar ist, ist noch nicht klar.

Bundesweit sollen Behörden mit Sicherheitsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in Zukunft einheitlich über ein Digitalfunknetz kommunizieren. Bei den Korbacher Brandschützern läuft derzeit die Umrüstung auf die moderne Technologie. Doch zunächst bleibt der Analogfunk in allen Fahrzeugen und am Stützpunkt zusätzlich erhalten, bis die flächendeckende Nutzung des Digitalfunks möglich ist. Wann im Kreis der Testbetrieb aufgenommen werden kann, ist noch ungewiss. Laut Bernd Zenke von der zentralen Leitstelle stehen in Waldeck-Frankenberg derzeit etwa 25 Prozent der benötigten Basisstationen für das Digitalfunknetz. Der Ausbau laufe Schritt für Schritt – ebenso wie die Umrüstung bei den einzelnen Feuerwehren. „In Korbach ist es unser Ziel, bis zum Ende des Jahres alle 40 Fahrzeuge mit Digitalfunk auszustatten“, sagt Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt – auch um frühzeitig an die Fördergelder des Landes Hessen zu kommen. Zu den Funkgeräten für die Fahrzeuge kommen drei stationäre Funkgeräte (zwei für den Leitstand, eines zu Übungszwecken für die Atemschutzstrecke) sowie 124 Handfunksprechgeräte. 370 000 Euro stellte die Stadt Korbach für die Umrüstung im Haushalt des Jahres 2008 zur Verfügung, Schmidt geht davon aus, dass es am Ende günstiger wird. Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, absolvierte Detlef Lehmann vom Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt einen Lehrgang zum Digitalfunkmonteur in Berlin. Pro Wagen braucht der gelernte Elektro-Installateur bis zu zwei Tage, Tanklöschfahrzeuge sind zum Beispiel vorne und hinten mit einem Funkgerät ausgestattet. Wahrscheinlich wird Lehmann auch in Nachbargemeinden bei der Umrüstung helfen. Ansonsten können Fachdienste den Einbau übernehmen. Wie die moderne Technik sich letztendlich auf die Arbeit auswirken wird, da sind sich sowohl Schmidt als auch Lehmann nicht sicher. „Ob es dann Funklöcher gibt, in denen wir keinen Empfang haben, wissen wir nicht“, sagt Detlef Lehmann. Zudem hätte die Feuerwehr manche Analog-Geräte bis zu 40 Jahre genutzt. „Ob das mit Digitalfunk auch so sein wird, kann keiner sagen“, so Friedhelm Schmidt.

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