Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen wirkt sich bereits auf Vöhl aus

Eine Gemeinde, zwei Notdienste

Vöhl. - Es gibt eine neue – nicht sichtbare – Grenze in Vöhl. Der ärztliche Bereitschaftsdienst für den Norden der Gemeinde ist fortan an den Notdienst-Bezirk Korbach angegliedert, der Süden schließt sich im Januar Frankenberg an.

Ob in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen: Bei gesundheitlichen Problemen außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen steht der ärztliche Bereitschaftsdienst bereit. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) will diesen im Land neu strukturieren. Die Veränderungen werden in weiten Teilen des Landkreises ab dem 1. Januar 2014 spürbar. In Vöhl ist dies bereits seit gestern der Fall. Konkret soll es mit Beginn des kommenden Jahres Notdienstzentralen in den Krankenhäusern in Korbach und in Frankenberg geben. Das berichtet Matthias Roth, Pressesprecher der KVH. Ziel der Reform ist es, aus vielen kleinen Notdienstbezirken wenige große zu machen. Das soll die Arbeitsbelastung vor allem von Ärzten in ländlichen Regionen verringern. Wie genau die Notdienstbezirke in Zukunft eingeteilt sein werden, das will die KVH den Ärzten und der Öffentlichkeit ab November mitteilen. Für Vöhl gelten bereits seit dem 1. Oktober Änderungen, was auch, so Matthias Roth, auf Wunsch der dort ansässigen Ärzte geschehen ist. Und so sind für die Gemeinde ab sofort zwei unterschiedliche Notdienst-Bezirke zuständig. Die Ortsteile nördlich des Edersees gehören nun zum ärztlichen Bereitschaftdienst Korbach. Alle Einwohner von Herzhausen, Thalitter, Dorfitter, Marienhagen, Obernburg, Basdorf, Asel und Vöhl erreichen den diensthabenden Arzt unter der 05631/1010. Die zwei Ärzte aus dem nördlichen Teil der Gemeinde Vöhl gehören ebenso zum Notdienst-Bezirk Korbach. Matthias Roth erklärt, dass die meisten Nord-Vöhler Patienten ohnehin zum Arztbesuch in diesem Bezirk tendieren würden.Für Erkrankte südlich des Edersees ändert sich zunächst nichts. Harbshausen, Asel, Kirchlotheim, Schmittlotheim, Buchenberg, Nieder- und Oberorke sowie Ederbringhausen gehören vorerst noch dem Notdienstbezirk Schmittlotheim/Frankenau/Geismar an. Dr. Haris Resa, Dr. Mark Uffelmann, Dr. Michael Dickeler und Dr. Paul-Michael Theil sind unter den üblichen Praxisnummern erreichbar. Ab dem 1. Januar schließen sich die Ärzte dann dem neuen Notdienstbezirk Frankenberg an.Von Tobias Treude

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