Am 11. Juni Knochenmark-Typisierungsaktion für an Blutkrebs erkrankte Sudeckerin in Wirmighausen

„Eine Helferin braucht Unterstützung“

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Möglicherweise der erste Schritt, um ein Leben zu retten: Die Wirmighäuser Familie Merhof ruft am 11. Juni zu einer Typisierungsaktion in Wirmighausen auf.Archivbild: Tobias Hirsch

Diemelsee-Wirmighausen - Reinhild Jochem leidet an Leukämie. Um zu erkennen, ob jemand als Blutstammzellenspender geeignet ist, wird nur eine Blutprobe benötigt.

Werner Merhof, Friedrich Merhof und Anja Krause bezeichnen ihre Schwester Reinhild Jochem als Helferin: Sie habe ihren Beruf als Altenpflegerin geliebt, ihren Vater gepflegt und stets gute Laune versprüht. „Es macht ihr Freude, anderen Menschen zu helfen“, erklärt Werner Merhof.

Jetzt brauche sie aber selber Unterstützung: Die zweifache Mutter ist an Leukämie erkrankt. Die Krankheit höhlt die Knochen der 47-Jährigen aus, ihr Rückenmark ist fast aufgebraucht. Sie befindet sich in ihrer dritten Chemotherapie, nachhaltig helfen kann ihr aber nur eine Spende von Blutstammzellen - der Erfolg einer Spende sei fast sicher, erklärt Friedrich Merhof.

Nur wenige Menschen können jedoch die richtigen Eiweiße liefern - die Geschwister gehören nicht dazu. Deshalb rufen sie am Mittwoch, 11. Juni, zwischen 17.30 und 20 Uhr zu einer Typisierungsaktion im Dorfgemeinschaftshaus Wirmighausen auf. Durch eine Blutprobe wird festgestellt, ob jemand als Spender für Reinhild Jochem in Frage kommt. Zielgruppe sind Personen zwischen 18 und 55 Jahren. Junge Männer sind am ehesten geeignet, auch Minderjährige können mit Einverständniserklärung der Eltern teilnehmen. Frauen, die Schwangerschaften hinter sich haben, haben weniger gute Chancen auf Erfolg.

Die Ergebnisse kommen in die Göttinger Datei, damit Teilnehmer auch angesprochen werden können, wenn sie jemand anderem als Reinhild Jochem helfen können. Die verschiedenen Spenderdateien sind gut vernetzt; Personen, die schon einmal typisiert wurden, müssen nicht mehr teilnehmen. Dadurch entstünden den Veranstaltern nur unnötige Kosten - 50 Euro sind nötig, um jemanden typisieren zu lassen.

Die Teilnehmer selbst müssen nichts bezahlen, Spenden sind aber willkommen. Überweisungen mit dem Verwendungszweck „Aktion Diemelsee“ können unter IBAN DE88260500010056027345 an „Hoffnung e.V.“ gerichtet werden - den Förderverein für Knochenmarkspenden der Universitätsmedizin Göttingen. (wf)

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