Usseln

MGV „Eintracht“ setzt auf neues Konzept

- Willingen-Usseln (bk). Georg Lungwitz und der MGV „Eintracht“ Usseln arbeiten konsequent an der Umsetzung eines neuen Konzepts. Das Ergebnis präsentieren sie beim Konzert am Samstag, 7. November.

Der Chorleiter ist mit seinem Vorschlag beim Vorstand des Gesangvereins auf offene Ohren gestoßen. Nicht zuletzt der Erfolg des Jubiläumskonzerts, das 2008 zum 125-jährigen Bestehen der „Eintracht“ veranstaltet wurde, hat die Sänger ermutigt, sich erneut an ein Projekt zu wagen, das sie im hohen Maße fordert. Im Gegensatz zu früheren Jahren und vielen anderen Chören konzentrieren sich die Usselner inzwischen schwerpunktmäßig auf die Durchführung eines großen Konzerts pro Jahr, auf das sie sich lange und äußerst intensiv vorbereiten. „Das bedeutet aber auch, dass der Verein nicht mehr jede Einladung zu den Sängerfesten anderer Vereine annehmen kann“, so Georg Lungwitz. Damit steht die Probenzeit am Mittwochabend für die gründliche Arbeit an einem anspruchsvollen und ansprechenden Konzertprogramm zur Verfügung. Aus seiner Sicht sind Sängerfeste ohnehin häufig unbefriedigend. „Meistens bleiben die Aktiven der mitwirkenden Chöre doch unter sich. Auch die Qualität der dargebotenen Lieder lässt oft zu wünschen übrig.“ Als störend empfindet der Chorleiter zudem die Tatsache, dass bei manchen Sängerabenden nicht der künstlerische Aspekt im Mittelpunkt steht, sondern die Geselligkeit schon während der Darbietungen dominiert: „Wenn während des Konzerts auch noch Getränke ausgeschenkt werden, ist das doch sehr störend.“ Natürlich spielt die Geselligkeit auch weiterhin beim Usselner Männergesangverein eine große Rolle, aber eben erst nach den Proben und nach dem Genuss eines Konzerts. Generell sieht Georg Lungwitz eine Zukunft für den Chorgesang im ländlichen Raum nur dann, wenn die Sänger bereit sind, umzudenken und über den Schatten ihrer Vereinsfahnen hinauszuspringen; wenn sie nicht länger Konzepte verfolgen, „die in der Vergangenheit erfolgreich waren, aber heute zum Scheitern verurteilt sind“; wenn sich diejenigen, die gern singen, über Orts- und Vereinsgrenzen hinweg zusammentun und dabei gewisse Ansprüche hinsichtlich der Chorliteratur und musikalischen Qualität stellen und erfüllen. „Außerdem muss natürlich ein qualifizierter Chorleiter davorstehen“, betont Lungwitz. Die Usselner „Eintracht“ probt bereits seit Januar für die Veranstaltung am Samstag, 7. November. „Wir setzen dabei wie im Vorjahr auf die Unterstützung einer professionellen Gruppe. Das bedeutet eine Bereicherung des Programms und ist zugleich ein Publikumsmagnet.“ 2008 wirkte das Johann-Strauß-Orchester mit, diesmal sind es die „Madämchen“, ein achtköpfiges Damensalonorchester aus Köln, außerdem wieder Tenor Thomas Schwill (Korbach-Lelbach). Das Programm ist den „Goldenen 20er Jahren“ gewidmet. „Madämchen“ und Sänger präsentieren gemeinsam ein Potpourri aus Fred Raymonds Operette „Maske in Blau“. Die „Eintracht“ stimmt gern gehörte Evergreens aus jener Zeit an („Ein Lied geht um die Welt“, „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“, „Mein kleiner grüner Kaktus“ und viele andere Ohrwürmer). Das Damensalonorchester begeistert sein Publikum stets mit einem breit gefächerten Repertoire. Die Moderation der Veranstaltung, die von der Waldeckischen Landeszeitung präsentiert wird, übernehmen Dirk Wilke und Ralf Heine.Karten gibt es im Vorverkauf bei der WLZ in Korbach, Lengefelder Straße 6, im Pressefachhandel Frese in Korbach, Bahnhofstraße 13, bei der Tourist-Info in Usseln, Sportstraße 7, sowie im Besucherzentrum (Haus des Gastes) in Willingen, Am Hagen 10. Sie kosten im Vorverkauf 13,50 Euro und an der Abendkasse, sofern noch vorhanden, 15 Euro.

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