Goldhausen

Eisenberg lockt mit neuen Attraktionen

- Korbach-Goldhausen (jk). Die „Goldschürfer“ sind bestens präpariert für die neue Saison: Am 25. April ist Auftakt im Goldhäuser Besucherbergwerk. Goldwaschen und ein weiterer Stollen warten bald als neue Attraktionen.

Mit schweiß­treibender ehrenamtlicher Arbeit haben sich Vereinsmitglieder und Helfer im vorigen Jahr ins Gestein gewühlt. Sie räumten an acht Wochenenden mit rund 500 Stunden einen Seitengang im Besucherbergwerk frei, der künftig neue Perspektiven für Gäste und Einheimische eröffnen soll. Großes Lob richtete Wolfgang Behle bei der Jahreshauptversammlung deshalb an engagierte Mitglieder und viele Goldhäuser Bürger, die bei der Aktion kräftig zugepackt haben. Als Vorsitzender des Vereins „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ zog Behle ein erfreuliches Resümee der vergangenen Saison. Über 200 Führungen mit rund 2200 Besuchern verzeichnete der Verein von April bis Oktober 2009 im Unteren-Tiefen-Tal-Stollen, bilanzierte Schatzmeister Karl-Helmut Tepel. Das Interesse an Deutschlands größter historischer Goldlagerstätte ist also ungebrochen, viele Gäste sind sogar aus dem Ausland zu Besuch. So lobte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich beim Jahrestreffen im Dorfgemeinschaftshaus den Einsatz des Vereins. Zumal das Thema „Gold“ für Korbach ein enorm wichtiger Marketingaspekt ist. Spenden und Sponsoren Weitere Einnahmen neben den Führungen erhielt der Verein durch großzügige Spenden. 5000 Euro kamen von der Sparkassenstiftung, 1000 Euro von der Waldecker Bank, weitere 500 Euro vom Verein „Stiftung Zukunft für unsere Region“ (wir berichteten). Dank richtete der Verein ebenso an die Stadt Korbach, die abermals 800 Euro Zuschuss beisteuerte – und das Zechenhaus kostenlos zur Verfügung stellt. Funkelnde Kristalle und schillerndes Gestein sorgen gleichfalls für Schwung in der Kasse. Hier sind es vor allem die Besucherführer Dieter Stede und Armin Prager, die sich um die Mineraliensammlung zum Verkauf kümmern. Ganz neue Perspektiven eröffnet zudem staatliche Förderung. Rund 18 500 Euro fließen für goldene Projekte aus dem Leader-Programm für Regionalentwicklung im Naturpark Diemelsee. Das entspricht etwa 30 Prozent der Gesamtkosten von über 60 000 Euro, die der „Historische Goldbergbau Eisenberg“ für zusätzliche Attraktionen 2010 investieren will. Dazu gehört einmal die technisch abgesicherte Erweiterung des Stollens. Noch in der neuen Saison soll der Seitengang mit rund 200 Metern erschlossen sein. Nötig ist dafür im Frühjahr eine Spezialbohrung von oben in den Stollen, um für zusätzliche Luftzufuhr („Bewetterung“) zu sorgen. Neue Besucherführer Außerdem dürfen sich Besucher künftig auf eine Goldwaschanlage freuen. Sie soll im Garten hinter dem Zechenhaus entstehen. Dem erhofften Besucherstrom zeigt sich der Verein gewachsen. So begrüßte Vereinschef Wolfgang Behle vier neue ehrenamtliche Gästeführer, die fachlich fundiert zu Entdeckungstouren ins goldene Herz des Eisenberges einladen.

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