Korbach

Ellbogen „mit Vehemenz ins Gesicht gestoßen“

- Korbach. Zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro hat das Korbacher Amtsgericht am Dienstag einen Gummersbacher verurteilt. Den mitangeklagten Schwager sprach Richter Wolfgang Damm von aller Schuld frei.

Der Haupttäter hatte im August 2008 seinem Schwager in Lichtenfels helfen wollen. Als es innerhalb der Familie zum Streit kam, zertrümmerte der Mann einem Familienmitglied das Jochbein. „Dieser Stoß war nicht erforderlich. Er war stattdessen ein Racheakt wegen des vermeintlich ungebührlichen Verhaltens“, begründete Richter Wolfgang Damm, der der Forderung des Verteidigers auf Freispruch nicht folgte.Angeklagt war des weiteren der Schwager selbst. Der im August 2008 malträtierte Cousin warf den beiden vor, im eigenen Hausflur verprügelt worden zu sein. Hierfür sah der Richter allerdings keine Anhaltspunkte. „Sie haben das Verhalten mit provoziert“, erteilte er dem als Nebenkläger auftretenden Cousin eine Abfuhr. Zusätzlich muss dieser die Hälfte der Klagekosten tragen.Damm entschied „im Zweifel für die Angeklagten, weil ihre Einlassungen nicht widerlegt werden können.“ Die Zeugen hatten größtenteils die Version der Angeklagten bestätigt: Beim Zerlegen alter Öltanks vor dem Haus der Familie war Öl auf den Rasen getropft. Der nebenan wohnende Cousin machte daraufhin Photos vom „Schaden“ und diskutierte mit der anwesenden Großmutter.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Donnerstag, den 29. Juli 2010.

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