Forstamt Vöhl und Stadt pflanzen Baum des Jahres 2011 an elf verschiedenen Orten

Elsbeere wächst jetzt in Lichtenfels

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Mehr Artenvielfalt mit der Elsbeere wollen (v. l.): Ralf Emde (Revierförsterei Fürstenberg), Bürgermeister Uwe Steuber, Eberhard Leicht (Forstamt Vöhl), Rainer Weishaar und Klaus Wilke (beide Revierförsterei Fürstenberg).Foto: Tobias Treude

Lichtenfels - Goddelsheim - Um die Artenvielfalt der Bäume im Stadtgebiet zu wahren, wurden in Lichtenfels rund 550 der in Deutschland seltenen Elsbeeren gepflanzt.

„Die Elsbeere ist ein Baum, der etwas in Vergessenheit geraten ist“, erklärte Lichtenfels‘ Bürgermeister Uwe Steuber in Goddelsheim bei der Baumpflanzaktion. Sie ist aber auch Baum des Jahres 2011. Deshalb hatte der Erste Stadtrat Alf Höfer die Idee, eine Anfrage an das „Projekt Wald in Not“ zu stellen.

Das Projekt setzt sich für artenreiche Wälder ein - genau das, was sich das Forstamt Vöhl und Uwe Steuber auch für Lichtenfels wünschen. So wurden in den vergangenen Tagen an elf verschiedenen Gebieten in Lichtenfels - vor allem in Fürstenberg - rund 550 Elsbeeren gepflanzt. Das „Projekt Wald in Not“ unterstützte die insgesamt 3000 Euro teure Aktion finanziell zur Hälfte.

Eberhard Leicht vom Forstamt Vöhl freute sich, den Baum jetzt vermehrt in der Region vorzufinden. Zwar ist die Elsbeere zum Beispiel auch am Edersee zu Hause, allerdings kommt sie allgemein in Deutschland selten vor. Zudem tritt sie nur in kleinen Gruppen in Mischwäldern oder als Einzelbaum auf. Deshalb achteten die Männer von der Revierförsterei Fürstenberg auch darauf, die Elsbeere an verschiedenen Orten auf Kleinflächen zu pflanzen. Uwe Steuber erhofft sich von einer größeren Artenvielfalt auch einen Effekt zum Beispiel für Schulklassen. Die Kinder könnten so mehr Bäume der Region quasi vor der Haustür kennenlernen.

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