Abschluss der Festwoche „50 Jahre MPS“ · Schüler präsentieren in Adorf Projekte der Öffentlichkeit

Eltern erkennen viel aus Vergangenheit

Diemelsee-Adorf. - Die Jubiläumswoche der Adorfer Mittelpunktschule neigt sich dem Ende zu. Am Freitag bewunderten die Eltern die zahlreichen Projekte, welche die Schüler zum 50-jährigen Bestehen ihrer Schule entwickelt haben.

„So habe ich früher noch Schreiben gelernt“, staunt Regina Schlömer. In ihrer Hand befindet sich eine Schiefertafel, darauf hat sie in einer Schrift geschrieben, welche nur wenige Kinder auf Anhieb lesen können, geschweige denn schreiben. Doch ihre Tochter Leni steht daneben und schreibt ebenfalls in Buchstaben, die Jahre vor ihrer Geburt aus der Mode gekommen sind. Im Klassenraum der 3a an der Mittelpunktschule präsentiert sich das Projekt „Schulschriften“ – eines von 13 Unterfangen, welche die Jungen und Mädchen von der Mittelpunktschule Adorf zum Jubiläum der Einrichtung unternommen haben. Nachdem sie im Laufe der Woche ihre Mitschüler zur Teilnahme eingeladen haben, kamen am Freitag die Eltern zu Besuch und stauten nicht schlecht über das breit aufgestellte Programm ihrer Sprösslinge. In die Vergangenheit zurückversetzt konnte sich fühlen, wer das Schulmuseum betrat oder die umfangreiche Chronik im EDV-Raum durchstöberte: Für diese haben Neunt- und Zehntklässler Klassenfotos, Zeitungsartikel und andere Stücke aus 50 Jahren zusammengetragen. „Wir haben auch richtig alte Fossilien gefunden“, schmunzelt der verantwortliche Lehrer Patrick Stöber über die Super-8-Aufnahmen der Bundesjugendspiele von 1976. Tatsächlich im Boden gegraben wurde für das Projekt Minigolf: In schon zuvor renovierungsbedürftigen Räumen haben die Schüler Löcher in den Boden geschlagen, manche Linoleum-Fliesen abgerissen und zu Parcours-Teilen verbogen. So ist eine ganze Etage entstanden, die zwar baufällig ist, aber auch gespickt mit kreativen Kursen. Auch an Wettbewerben wie einem Quiz über die Schule, den Experimenten aus Biologie, Chemie und Robotik und den Spielen rund um Oldies nehmen die Besucher teil. Die Jugendlichen halten bei den Spielen um die Musik der vorangegangenen Generationen gut mit: „Das ganze Projekt ist daraus entstanden, dass die Schüler ständig Oldies gesummt haben“, erklärt die mitverantwortliche Lehrerin Lydia Oswald.Alle Projekte und Feierlichkeiten hat die Klasse 7a in einer 20-seitigen Schülerzeitung festgehalten. Verkauft haben sie das Werk am Freitag beim Showabend, der letzten Veranstaltung der Festwoche.

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