Amtsleiter sucht Gespräch mit Vertretern von Naturschutz, Tourismus, Wirtschaft

Empfang im Vöhler Forstamt

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Vöhl - Weil sich der neue Vöhler Forstamtsleiter, Dr. Gero Hütte-von Essen, eine 
 enge Zusammenarbeit mit vielen Partnern wünscht, hatte er am Mittwoch Vertreter aller Fraktionen zum 
Empfang eingeladen.

Wenn es um den Wald geht, dann sind sich die Menschen zuweilen nicht grün: Der eine will Holz ernten, der andere wandern, der eine will Tieren und Pflanzen Schutz bieten, der andere Rad fahren. „Ich wünsche mir, dass wir unseren Wald, die Region und unsere 
Naturschätze gemeinsam weiter entwickeln“, sagt Vöhls neuer Forstamtsleiter Dr. Gero Hütte-von Essen. Und gemeinsam bedeutet nicht nur gemeinsam mit seinen neuen Kollegen, sondern auch mit Waldbesitzern, Naturschützern, Tourismusvertretern und Unternehmern.

Viele Vertreter der einzelnen Fraktionen hatte der neue Forstamtsleiter deswegen gestern Vormittag zum Kennenlernen ins Forstamt eingeladen. „Auf der einen Seite wollen wir Mittel erwirtschaften, um sie auf 
der anderen Seite für unsere 
hehren Ziele einzusetzen“, erklärte Hütte-von Essen. Gut, wenn das Forstamt da auf starke Partner und ein enges Netz-
werk bauen könne.

Den Zwiespalt, der sich dabei zuweilen ergibt, benannte auch Richard Heß, Gebietsbeauftragter beim Landesbetrieb Hessenforst in seinem Grußwort: „Wir können beides“, betonte er, „naturverträgliche Produktion und Naturschutz.“ Das würde im Bereich des Vöhler Forstamtes jeden Tag deutlich. „Im Nationalpark wird auf die Nutzung des Holzes verzichtet und die Entwicklung des Waldes aus sich selbst heraus ermöglicht“, erklärte er. Für rund 20 000 Hektar Wald im Revier aber werde im Forstamt eben auch volkswirtschaftlich gedacht. „Und das ist nichts Schlechtes“, erklärte er.

Grußworte gab es zur offiziellen Begrüßung des neuen Forstamtsleiters auch von 
 Landtagsabgeordnetem Heinrich Heidel und Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Du trittst in große Fußspuren“, befand Heidel mit Blick auf Vorgänger Eberhard Leicht. Die großen Herausforderungen der Region seien 
eine bessere Vermarktung von Edersee und Nationalpark, aber auch, Natur und Mensch in Einklang zu bringen. „Wir vertrauen Ihnen gerne unsere Wälder an“, erklärte unterdessen Landrat Kubat, „und wir trauen darauf, dass Ihnen die Balance zwischen ökologischen und wirt-
schaftlichen Aspekten gelingt“.

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