EWF nimmt Ladesäule für Elektroautos am Willinger Besucherzentrum in Betrieb

Energie tanken im Upland

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Lassen Strom von der Ladesäule ins Auto wandern (v. l.): Andrew Kesper (Tourist Information Willingen), Stephan Schaller, Lars Neige und Thomas Trachte.Foto: Wilhelm Figge

Willingen - Energie zu tanken ist das Ziel vieler Urlauber im Upland - am Willinger Besucherzentrum ist das nun wörtlich zu nehmen: Energie Waldeck-Frankenberg hat eine Ladesäule für Elektroautos in Betrieb genommen. „Das ist Bürgerservice und ein Dienst an unseren Gästen“, lobt Bürgermeister Thomas Trachte.

Wahlweise mit elf oder 22 Kilowatt können E-Auto-Fahrer ihre Fahrzeuge aufladen. Die Anlage verfügt neben einem gebräuchlichen Typ-2-Anschluss auch über einen haushaltsüblichen Schutzkontaktstecker. Kabel muss der Kunde selbst mitbringen, normalerweise verfüge ein Elektroauto aber über mehrere, erklärt Lars Neige, der Ansprechpartner für Elektromobilität bei EWF. Die Bezahlung läuft über Karten der Firma „Ladenetz“, die in ganz Nordhessen und weiten Teilen Westfalens üblich seien. Die Karten sind auch in der Tourist Information und im Lagunenbad erhältlich. Im Monat kosten sie 7,50 Euro, unabhängig von den verbrauchten Kilowattstunden.

Die Ladesäule in Willingen ist die fünfte EWF-Einrichtung ihrer Art. Mit Tiefbauarbeiten hat sie den Stromversorger knapp 10000 Euro gekostet. „Wir müssen ganz klar festhalten: Sie rechnen sich alle nicht“, erklärt Geschäftsführer Stefan Schaller: „Aber wenn man anfangt, E-Mobilität zu entwickeln, muss man sich so entscheiden.“ Der Aufsichtsrat unterstütze die Entwicklung der Technologie.

Ein Knackpunkt ist bislang noch die Ladezeit: Knapp drei Stunden dauere es, bis die Akkus wieder voll seien. Dass die Ladestation bei Lagunenbad und Haus des Gastes strategisch gut positioniert ist, lässt Uwe Theiß schmunzeln - er ist stellvertretender Leiter des Kurbetriebs.(wf)

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