Abwechslungsreiche Unterhaltung an der Sachsenberger Teichanlage

Enten und knusprige Holunderblüten

Sachsenberg - Die Vorsitzende des Vereins „Städtchen mit Herz“, Kathleen Alt, bekam schon bei der Begrüßung der vielen Gäste das Lächeln kaum noch aus dem Gesicht.

Genauso hatte sie es sich vorgestellt: Fast der ganze Ort traf sich an der Teichanlage „Auf der Wasche“, von Spielen für kleine und große Kinder über Livemusik und Köstlichkeiten rund um den Holunder reichte das breit gefächerte Angebot. Die Veranstalter hatten sich aber auch alle Mühe gegeben: Die Toiletten der Anlage wurden in Eigenleistung saniert, eine Schallschutzwand, die gleichzeitig als Windfang dient, wurde eingebaut und der ganze Platz festlich hergerichtet. Für die Kinder fand ein Entenrennen statt, bei dem auch die Väter ins Schwitzen kamen. Mittels Handpumpe wurde der Wasserstrahl erzeugt, mit dem die Kinder die Enten um den Teich schoben. Gut organisiert von den Mannen um Thomas Doert­ war auch, dass jedes teilnehmende Kind einen Preis erhielt. An einer weiteren Station konnten die Kinder sich daran erproben, unter fachkundiger Anleitung von Ronny Beyer Flöten aus frischem Holunderholz anzufertigen. Im Wassertretbecken tummelten sich viele Kinder, und besonders gefragt war das Schminken. Lange Schlangen bildeten sich an den beiden Schminktischen, wo die Kinder ihre Gesichter mit kunstvollen Motiven verzieren ließen. Aber auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz, denn die „Thunfisch-Band“ mit Musikern aus Frankfurt und Wuppertal sorgte mit ihrer Mischung aus Country-Blues, Soul und Blue Grass für die richtige Mischung an diesem Nachmittag. Und dann all die angebotenen Köstlichkeiten, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenlief. Neben dem altbekannten Hugo wurde Holunderkuchen angeboten. In dünnem Teig frittierte Holunderblüten fanden reißenden Absatz, die für das Frühjahr typische Grüne Soße fehlte ebenso wenig wie diverse Köstlichkeiten vom Grill. Ergänzt wurde dieses Angebot durch alle möglichen Getränke mit und ohne Alkohol. Zum ersten Mal stand das Holunderblütenfest, das es seit 2009 gibt, unter der Leitung des Vereins „Städtchen mit Herz“, der die Einnahmen nutzen will, um das Gelände weiter zu verschönern und auszubauen. So muss zum Beispiel die Brücke über den Teich repariert werden, und auch am Haus selbst sind noch viele Handgriffe nötig.„Solche Feste dienen in erster Linie dazu, den Zusammenhalt im Ort zu festigen und die Vereine zusammenzuführen, damit mehr Gemeinschaft entsteht“, sagte Kathleen Alt. Sie freute sich auch besonders darüber, dass im Vorfeld viele Freiwillige auf sie zugekommen seien und ihre Hilfe angeboten hätten. So sei dieses Fest von vielen Helfern gemeinsam gestaltet und getragen worden, erklärte sie lächelnd. Von Klaus Uwe Poetzsch

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