Zwei Männer müssen sich vor dem Amtsgericht dem Vorwurf des Betrugs stellen

Entscheidung zum dritten Mal vertagt

Korbach. - Im April 2012 sollen sich zwei junge Männer aus dem Ruhrpott mit bösen Absichten auf den Weg nach Korbach gemacht haben: Sie sollen einer 73-jährigen Frau angeboten haben, ihr alten Möbel für 15 000 Euro abzukaufen. Unter einer Bedingung: Nur wenn sie auch noch Goldschmuck verkaufe, käme das Geschäft zustande

Die Frau willigte ein, gab den 38- und 34-jährigen Männern aus Recklinghausen und Gelsenkirchen Ring, Armband und Inlays im Wert von 5000 Euro mit und ließ sich 110 Euro auszahlen. Die Möbel wurden nie abgeholt, die 15 000 Euro nie gezahlt. Der Frau sei ein Schaden von 4890 Euro entstanden. So lautete vor acht Monaten zumindest der Vorwurf.

Ein Urteil gibt es bis heute nicht - auch gestern wurde die Entscheidung vertagt. Beim ersten Mal erschien einer der Angeklagten nicht, beim zweiten Mal fehlten Angaben über ein weiteres Verfahren wegen Diebstahls gegen die beiden Angeklagten, das noch in Göttingen läuft, und gestern schließlich befand die Staatsanwältin, sie habe nicht genügend Informationen. Das Opfer nämlich war zur gestrigen Sitzung nicht mehr geladen worden - die Staatsanwältin hatte den Fall allerdings von Kollegen übernommen und die Aussagen der Zeugin gar nicht miterlebt. „Ich kann diesen Fall aber nur richtig beurteilen, wenn ich die Aussage der Zeugin kenne“, befand die Staatsanwältin.

Nach dem zweiten Verhandlungstermin im Juni hatte die 73-Jährige aber verkündet, nicht mehr aussagen zu wollen. Die Angeklagten seien ausfallend geworden und sie werde als „Idiotin“ dargestellt. Die beiden Angeklagten äußerten sich nicht zu den Vorwürfen. Nun soll der Ausgang des Verfahrens in Göttin- gen abgewartet werden. (resa)

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