Meineringhausen

Entspannte Kurve statt engem Nadelöhr

- Korbach-Meineringhausen (den). In die heiße Phase gehen die Bauarbeiten an der Bundesstraße 251 zwischen Meineringhausen und Sachsenhausen. Die 90 Meter lange Brücke für Radler soll Mitte November montiert werden.

Ziel der Planer war es, einen „Verkehrsnotstand“ zu beseitigen: Die Zeiten, in denen die alte Gewölbebrücke die Straße für Lkw- und Pkw-Fahrer zu einem Nadelöhr werden ließ, sind bereits vorbei. Statt in einer abrupten Rechtskurve gleiten die Fahrzeuge nun langsam und gleichmäßig nach rechts und landen nach 200 Metern wieder auf der alten Fahrbahn. Am 13. November wird die neue Strecke für wenige Minuten gesperrt. Sechs Brückenbauteile wird dann ein Schwerlastkran über die Straße hieven und auf den Pfeilern platzieren, deren Lager momentan ausgerichtet werden. Die Baufirmen bringen dann noch eine Betonschicht auf. „Für das anschließende Abdichten benötigen wir eine Temperatur von acht Grad. Ob wir die im November bekommen, ist allerdings fraglich“, blickt Günter Henkelmann vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Bad Arolsen (ASV) einen Schritt weiter. Bis zu sechs Wochen dauern die Baumaßnahmen, die spätestens im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein sollen. Aufatmen ist bei den Höringhäusern dann allerdings noch nicht angesagt: Das ASV will die Decke von Meineringhausen bis zum Abzweig Sachsenhausen im kommenden Jahr komplett erneuern. Die weiteren Arbeiten am Radweg liegen laut ASV im Kosten- und Zeitrahmen. In der kommenden Woche soll eine Deckschicht die Arbeiten am Selbacher Viadukt abschließen. Zwei Bauwerke in Sachsenhausen und am Ortsausgang Richtung Netze werden bis Ende des Monats ebenfalls fertiggestellt. Der Lückenschluss von Hof Heide bis nach Netze steht ab dem Frühjahr 2011 auf dem Programm. Bis die ersten Radler die fast 30 Kilometer lange Strecke von Korbach bis nach Buhlen nutzen können, wird allerdings mehr Wasser von der Eder in die Weser fließen als ursprünglich geplant. Weil der Bund aber die Finanzmittel gekürzt hat, ist mit dem Auftrag der letzten Teerschicht erst im Jahr 2012 zu rechnen. Im April hatten die Bauarbeiten am Heidberg, die fast 1,6 Millionen Euro kosten, begonnen. Die Mittel stammen aus dem Bundestopf „Verkehrsnotstand“. Die Baumaßnahme ist Teil des geplanten Radweges von Korbach nach Buhlen, der rund zehn Millionen Euro kosten soll. 40 Brücken und Tunnel müssen saniert oder abgerissen werden.

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