Geopark-Regionalkonferenz im Korbacher Museum

Erdgeschichte ins Rampenlicht rücken

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- Korbach (jk). Spuren der Dinosaurier, Urahnen der Menschheit, Bergbau, Fossilien von Weltrang: Der Geopark „GrenzWelten“ birgt spannende Erdgeschichte. Dies für Besucher spannend aufzubereiten, das war Kern der zweiten Geopark-Regionalkonferenz gestern in Korbach.

Edle Früchte der Erdgeschichte gibt es zwischen Brilon, Diemelstadt, Habichtswald, Burgwald und Kellerwald reichlich zu ernten. Kupferbergbau in Marsberg, Dinosaurierknochen bei Brilon, fossile Pflanzen in Rodenbach, Kellerwald-Achat und Goldbergbau in Korbach – die Region ist wahrlich „steinreich“.

Nach Jahren der Vorarbeit gelang es 2005, den Geopark „GrenzWelten“ zu etablieren: über Kreis- und Landesgrenzen hinaus, gleichfalls auch Grenzen der Erdgeschichte überwindend. Im Zentrum steht die „Korbacher Spalte“ als weltweit herausragende Fundstätte permzeitlicher Fossilien. So wurde der Säugetier-Urahn Procynosuchus, der 250 Millionen Jahre alte „Urwelt-Dackel“, zum Wappentier des Geoparks.

Mit der Auszeichnung als „Nationaler Geopark“ im Herbst 2009 stiegen indes auch die Anforderungen, um die steinreiche Region für Besucher noch schmackhafter zu machen. Touristische Leitlinien und Erlebnisvermittlung waren somit Kernthemen bei der Regionalkonferenz im Korbacher Museum. Rund 40 Teilnehmer aus allen zehn Geopark-Regionen tauschten sich aus, übten den Schulterschluss über die Grenzen hinweg.

Korbachs Erste Stadträtin Gudrun Limperg und Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf unterstrichen dabei das große Engagement in den vergangenen Jahren. Wichtig sei, den Geopark in der gesamten Region stärker einzubetten – auch mit Blick auf Tourismus, Handel und Schulen. Jährlich 30 000 Euro stehen dem Geopark-Projektbüro unter Regie von Norbert Panek (Korbach) zur Verfügung. Hinzu kommen Spenden, öffentliche Zuschüsse und das Engagement von Städten und Gemeinden.

Mehr lesen Sie in der WLZ am Samstag, 17. Dezember.

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