Herzhausen: Ausstellung und Natur neu erleben

Erika Hofmann leitet Nationalpark-Zentrum

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Vöhl-Herzhausen - Sie ist das neue Gesicht des Nationalpark-Zentrums: Erika Hofmann leitet seit Anfang Oktober die Einrichtung bei Herzhausen. Sie will auch neue Besucher gewinnen und das Angebot für Schulklassen ausbauen.

Besucher, die sich wohlfühlen, wünscht sich Erika Hofmann. Kinder, die mit guten Erlebnissen im Gepäck die Heimreise antreten. Wanderer, die im Nationalpark die Natur mit neuen Augen entdeckten. „Denn wo Menschen schöne Erlebnisse mitnehmen, da bleibt was hängen“, ist sich die neue Leiterin des Nationalpark-Zentrums bei Herzhausen sicher. Und dann fügt sie hinzu: „Und nur, was wir kennen, wollen wir auch schützen.“ Mit diesem Auftrag tritt die 44-Jährige ihr neues Amt im Nationalpark-Zentrum an.

Im Gepäck hat sie selbst viele Erfahrungen und Erlebnisse mit Natur und Bildungsarbeit. Erika Hofmann, gebürtig aus Franken, studierte in Kassel und Göttingen Naturschutz, Botanik und Zoologie. „Im Nationalpark Harz entdeckte ich die Freude an der Umweltbildung“, erzählt sie. Danach arbeitete sie im Naturkundemuseum Stuttgart, im Tierpark Sababurg und bei der Bundesgartenschau in Koblenz. „Im Nationalpark-Zentrum am Edersee zu arbeiten ist für mich nun die optimale Kombination, Naturschutz und Bildung kreativ zu vereinen“, sagt die Biologin. Und nicht weniger ins Schwärmen gerät Nationalparkleiter Manfred Bauer über die neue Mitarbeiterin: „Sie ist die ideale Besetzung für diese Stelle“, betonte er bei der offiziellen Vorstellung gestern Vormittag. Unter 70 Bewerbern habe sie sofort überzeugt.

Neues Bildungskonzept

Zur Begrüßung im neuen Wirkungsbereich kamen neben dem Team aus dem Nationalpark-Zentrum auch Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert und Claus Günther von der Edersee Touristic. Beide betonten, wie wichtig ihnen die Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum in Herzhausen sei. Und um Bildung soll es dort künftig noch stärker gehen: „Ich konnte direkt kreativ einsteigen“, erzählte Erika Hoffmann. Für das nächste Jahr habe sie ­bereits eine Ausstellung gebucht, die sich der Lichtverschmutzung widmen und mit Ex­kursionen in die Nacht des Nationalparks verbunden werden soll. „Und ich wünsche mir, dass wir unser Angebot für Schulklassen noch weiter ausbauen“, sagt die neue Leiterin. Dabei dürften Kinder nicht mit Informationen überfrachtet werden. „Wir ­sollten ihnen ermöglichen, mit ihren eigenen Sinnen die Natur zu entdecken.“

Der Bildungsbereich im Nationalpark soll später neben dem Zentrum zum zweiten Schwerpunkt ihrer Arbeit werden. „Wir wollen ein gemeinsames Bildungskonzept für Buchenhaus, Wildnisschule, Wildtierpark, Nationalpark-Zentrum und für die Kellerwalduhr erarbeiten“, erklärt Jutta Seuring vom Nationalparkamt. An der Erarbeitung dieses Konzeptes soll Erika Hofmann entscheidend mitarbeiten. Fürs Erste steht aber anderes auf der Tagesordnung: „Ich möchte unbedingt bei meinen Wanderungen den schönen Buchenwald erkunden.“ (Theresa Demski)

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