Korbach

Die Erinnerung an das alte Korbach

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- Wenn sich jemand im Depot des Korbacher Bonhage-Museums auskennt, dann ist das Richard Szerer. Er hat in den vergangenen Jahren Ordnung ins Lager gebracht. Ein Kontrollbesuch.

„Willkommen.“ Richard Szerer lehnt sich am Schiebetor vorbei nach draußen und empfängt den Besucher. Ein kurzer Klick, und schon öffnet sich die Tür komplett und gibt Einblick in das Lager des Wolfgang-Bonhage-Museums. Hier lagern Stücke, die bereits bei Ausstellungen als Objekte gedient haben. Hier finden sich aber auch Kuriositäten und alte Apparate, die schwerlich einmal öffentlich gezeigt werden.

Das wichtigste aber ist: Jetzt herrscht Ordnung. Der langjährigste Mitarbeiter des Museums hat historische Fachwerkbalken von Küchenutensilien, Gipsmodellen und Agrartechnik getrennt. Wochenlang zerrte er Haufen auseinander, analysierte und sortierte. „Jetzt ist alles schnell auffindbar“, ist er stolz. Die Arbeit war mitunter ein wahrer Kraftakt, schließlich wiegen die alten Türen bis zu 150 Kilo. „Ich liebe nun mal Geschichte“, winkt Szerer ab. In Breslau hatte er im Fundus von Operette und Kulturhaus sein Handwerk gelernt und sein Gefühl für alte Gegenstände entwickelt. „Zuhause habe ich sechs Jahre lang an einem Modell des Eisenbergs gearbeitet“, erzählt er. Dass die Korbacher im Museum ein Modell ihrer Stadt bewundern und alte Nähmaschinen bestaunen können, ist Szerers Verdienst.

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