Gedenkfeier für die Opfer des NS-Regimes – Schüler legen Kranz am Mahnmal „Tempel“ nieder

„Erinnerung erzeugt Empathie“

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Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes: Bürgermeister Klaus Friedrich mit den Schülern Dominic Antony, Pascal Maier und Serdar Balikci am Mahnmal „Tempel“.

Korbach. „Sie hatten noch nicht angefangen zu leben“ – die dreijährige Helga Kaufmann zum Beispiel, die von Korbacher Nazi-Schergen mit dem Gewehrkolben erschlagen wurde, vor den Augen ihrer Eltern.

Der elfjährige Lothar Goldberg aus dem Elfringhäuser Weg, der zehnjährige Jakob Rosel, die 17 Jahre alte Friedel Strauss, die bis zur Pogromnacht 1938 in der jüdischen Schule im Tempel wohnte: Die Nationalsozialisten ermordeten sechs Millionen Juden, davon waren 1,5 Millionen Kinder. Historiker beziffern die Gesamtzahl der NS-Opfer auf etwa 13 Millionen Menschen, darunter Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Sinti und Roma, psychisch Kranke und Behinderte. Ihnen ist der 1996 bundesweit proklamierte Gedenktag gewidmet. Feierstunde und Kranzniederlegung in Korbach gestalteten gestern Schülerinnen und Schüler der Alten Landesschule, der Beruflichen Schulen und der Louis-Peter-Schule.

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