Korbach: Schülerinnen und Schüler gedenken den Opfern des Nationalsozialismus

Die Erinnerung wach halten

+

- Korbach (resa). 67 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnern Korbacher Schüler an die Grauen der Nazizeit, an ihre Opfer und an Menschen, die den Mut hatten, sich zu widersetzen.

Es beginnt mit leiser Musik. Sie will nachdenklich machen, Raum schaffen zum Erinnern und Mut machen, um sich der Geschichte zu stellen. „67 Jahre sind zwei Generationen“, sagt Bürgermeister Klaus Friedrich dann und erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945, „sollte da die Vergangenheit nicht endlich ruhen?“

Und während die Musik in den Köpfen seiner Zuhörer noch leise nachklingt, stellt der Korbacher Bürgermeister eines klar: „Ja, wir müssen dem Holocaust noch gedenken“. Nicht nur, weil weltweit noch mehr als 500 000 Überlebende ein Recht darauf haben, dass ihr Leid nicht vergessen wird. „Sondern auch, weil wir Verantwortung tragen für die Zukunft“, sagt Friedrich, „wir sind aufgefordert, wach zu sein, um schon den kleinsten Verstößen gegen die Menschenrechte, der geringfügigsten Verletzung von Menschenwürde entgegenzutreten“.

Vor ihm sitzen mehr als 200 Schüler und jeden von ihnen spricht er an: „Wir müssen der Gleichmütigkeit, Bequemlichkeit, Feigheit und mangelnden Zivilcourage unseren entschiedenen Widerstand entgegensetzen“, fordert der Bürgermeister auf. Auf ihre Weise kommen die Jugendlichen an diesem Morgen, 67 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, dieser Aufforderung nach. Tobias Borchert von der Louis-Peter-Schule erinnert an den Feldzug der Deutschen gegen Russland, an Hinrichtungskommandos, an die Ermordung von Frauen und Kindern.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 28. Januar.

Kommentare