Chorgemeinschaft Vöhl/Basdorf feiert bei einem Liederabend mit musikalischen Gästen 40-jähriges Best

Erst Fusion, dann musikalisches Glück

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Die Gastgeber aus Basdorf und Vöhl luden zum 40-jährigen Bestehen ihrer Chorgemeinschaft musikalische Gäste aus Immighausen und Twiste zum Liederabend ein. Fleißige Freunde der Sänger sorgten für die Bewirtung.

Vöhl-Basdorf - Der Chorleitermangel veranlasste Basdorfer und Vöhler Sänger vor 40 Jahren zur Fusion. Den Erfolg des musikalischen Zusammenschlusses feierte die Chorgemeinschaft am vergangenen Samstag mit musikalischen Gästen aus Immighausen und Twiste.

Am Anfang hatten sie Angst vor den neuen Sitznachbarn, spekulierten durch die neuen Verbindungen auf einen Nachlass bei den Schweinepreisen und zogen sogar in Betracht, den Männerchor zu opfern und einen Gemischten Chor zu gründen. „Aber wir Männer brauchen auch mal einen Abend für uns“, stellten die Basdorfer dann fest und baten die Vöhler um Zusammenarbeit. Die nahmen an und unter Otmar Fleck schlugen die Sänger aus Vöhl und Basdorf vor 40 Jahren ein neues Kapitel Chorgeschichte auf.

Singendes Publikum

Zum runden Geburtstag der Chorgemeinschaft erinnerten die Sänger am vergangenen Wochenende humorig und auf Plattdeutsch an die rumpeligen Anfänge und stellten am Ende ebenso wie der Vöhler Vorsitzende Karl Schäfer und der Basdorfer Vorsitzende Willi Emde zufrieden fest: „Der Zusammenschluss hat sich bezahlt gemacht“.

Denn was für viele Chöre vor 40 Jahren noch nicht denkbar war, machten Vöhler und Basdorfer 1972 wahr: Sie gründeten eine Chorgemeinschaft - vor allem deswegen, weil die Basdorfer keinen eigenen Dirigenten mehr finden konnten. Heute sind es eher die fehlenden Sänger, die dem Chor zuweilen Sorgen machen, mit Chorleiter Ulrich Fingerhut aber haben sie einen treuen Dirigenten. Und der führte die Chorgemeinschaft zum runden Geburtstag durch ein abwechslungsreiches Programm. Gewohnt in flottem Tempo und mit manch nachdenklichem Stück zeigten die Basdorfer und Vöhler Sänger ihr Können. Glückwünsche überbrachte nicht nur Willi Butterweck vom Sängerbund, sondern auch Bürgermeister Harald Plünnecke und die Pfarrer Eisenberg und Hohmeister.

Musikalische Unterstützung hatten sie sich für ihren Liederabend aus Immighausen und Twiste geholt. Unter der Leitung von Thilo Nordheim entpuppte sich der Männergesangverein Liedertafel Immighausen nicht nur als glänzendes musikalisches Ensemble, sondern auch als willkommener Stimmungsmacher. Mit „Griechischer Wein“ legten sie bereits in der ersten Halbzeit mit Schunkelliedern vor, bevor sie im zweiten Teil mit „Über sieben Brücken musst du gehen“ nachzogen. Nicht weniger schwungvoll präsentierten sich auch die Männer aus Twiste unter Leitung von Bernd Stallmann, der unter dem Pseudonym Pasquale Thibaut auch für manchen Liedsatz im Programm sorgte. Vor allem die Reise ins Pariser Nachtleben mit „Pigalle, Pigalle“ belohnten die Zuhörer mit viel Applaus.

Der Gastgeber selbst setzte auf klassische Melodien wie den „Abendfrieden“ und „Die Rose“, lud später aber auch zum Ausflug erst nach Ungarn und dann nach Italien ein. Ihren größten Stimmungshit allerdings hatten sie sich für den Schluss aufgehoben - da stimmten Vöhler und Basdorfer Sänger zu „Marmor, Stein und Eisen bricht“ an und freuten sich sichtlich als beim Kehrvers erst spontan die Kollegen aus Immighausen und schließlich auch die Besucher mit einsetzten und für Feststimmung im Saal sorgten. Damit waren die Türen zu einem geselligen Abend im Basdorfer Gemeinschaftshaus weit geöffnet.

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