Schüler des Beruflichen Gymnasiums sammeln Geld für Typisierungsaktion

Erst laufen, dann spenden

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Insgesamt 200 Schüler des Beruflichen Gymnasiums drehten gestern auf dem Sportplatz neben der Schule ihre Runden. Der Erlös des Sponsorenlaufs soll der DKMS zugute kommen.Fotos: Demski

Korbach - Von der Hitze ließen sich die Schüler des Beruflichen Gymnasiums nicht abbringen: Sie drehten gestern beim Sponsorenlauf Runde für Runde, um eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei zu unterstützen.

Sie schnüren ihre Turnschuh, ziehen die Laufshorts an und holen sich am Startpunkt ihren Klebestreifen ab: Insgesamt 200 Schüler des Beruflichen Gymnasiums drehen am Dienstagmorgen beim Sponsorenlauf ihre Runden. Und damit auch jede abgeschlossene Runde in die Wertung eingeht, erhalten die Schüler auf der Startlinie jedes Mal, wenn sie vorbeikommen, einen Strich auf den Klebestreifen. In den vergangenen Wochen hatten die Schüler bereits Vorarbeit geleistet: Bei Eltern und Freunden waren sie auf der Suche nach Sponsoren fündig geworden - für jede Runde gibt es Geld.

Sensibilisierung für Knochenmarkspenden

Von der Hitze am Dienstagmorgen lassen sich die Jugendlichen dann nicht abbringen: Die einen machen sich langsamen Schrittes auf die 400 Meter-Strecke, andere laufen eilends voran. Die einen streichen nach einer Runde die Segel, die anderen sammeln zehn Runden für die Sponsorenkarte. „Da habe wir heute die Grenze gesetzt“, erklärt Lehrerin Dr. Susanne Luhn, „damit hier keiner auf dem Platz umfällt.“ Und wofür der ganze Aufwand? „Wir wollen auf die Arbeit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei aufmerksame machen“, erklärt Schülerin Anne Friedewald. Nächsten Dienstag soll in den Beruflichen Schulen eine Typisierungsaktion der DKMS stattfinden. Alle Schüler, die wollen, können sich dann ein bisschen Blut abnehmen und in die Datei aufnehmen lassen.

Die Aktion findet im Rahmen der Projekttage „Schule und Gesundheit“ statt - während deren Schüler auch zu Lehrern werden und den Mitschülern den Bewegungsapparat des Menschen erklären. „Dabei kamen wir auch auf Knochenmarkspenden zu sprechen“, erzählt Anne Friedewald, „und wir entdeckten, dass wir wenig darüber wissen.“ Das änderte sich mit den Projekttagen. „Und inzwischen ist das Thema in der ganzen Schule bekannt“, sagt Schüler David Wöllenstein. Genau das ist der Sinn der Sache: „Uns geht es gar nicht so sehr um das Geld“, sagt Dr. Susanne Luhn, „sondern um die Sensibilisierung für das Thema.“

Bäcker beteiligen sichan der Aktion

Allerdings ist der Erlös des Sponsorenlaufs sehr willkommen: Denn mit dem Geld beteiligt sich die Schule an den Kosten für die Typisierungsaktion. Den Rest übernimmt die DKMS. Unterstützung gibt es übrigens auch von der Azubis im Bäckerhandwerk der Beruflichen Schulen: Sie backen Kuchen für die Aktion. Wieviel Geld am Ende im Spendentopf landet, sei noch nicht abzusehen. Aber Dr. Luhn lobt: „Der Einsatz der Schüler ist bewundernswert.“

Von Theresa Demski

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