Syrische Praktikanten sammeln im Korbacher Krankenhaus erste Berufserfahrung

Erst das Praktikum, dann Träume verwirklichen

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Sie sammeln Erfahrungen im Krankenhaus: Aref Al-Ahma, Mohammad Hasan und Mohammad-Zuher Batha bekommen Unterstützung von Sabine Gerhard und Alicja Becker.

Korbach. Sie wollen Erfahrungen sammeln und haben ihr Ziel fest vor Augen: Seit Montag absolvieren Aref Al-Ahma (18), Mohammad Hasan (17) und Mohammad-Zuher Batha (17) aus Syrien ein Praktikum im Korbacher Krankenhaus.

Sein Deutsch ist fließend, sein Blick entschlossen: Aref Al-Ahma kommt aus Aleppo. Er ist gerade 18 geworden. Als er vor dem Krieg Richtung Europa floh, war sein Leben in Gefahr. Seit sieben Monaten lebt er nun in einer Unterkunft in Bad Arolsen. Wovon er träumt? „Von einem normalen Leben“, sagt er, „dass meine Familie nach Deutschland kommt und wir im Frieden leben“. Dann zögert er kurz, als dürfe er von mehr nicht träumen. „Und ich will Arzt werden“, sagt er dann. Das ist kein neuer Plan, keine fixe Idee. „Ich wollte schon immer Arzt werden“, sagt Aref Al-Ahma, „ewig. Und ich werde nicht aufgeben.“ Und deswegen geht er inzwischen auf das Berufliche Gymnasium in Korbach – genau wie Mohammad Hasan und Mohammad-Zuher Batha, die auch in Syrien geboren wurden und vor dem Krieg flüchteten.

Die Sommerferien nutzen Aref Al-Ahma, Mohammad Hasan und Mohammad-Zuher Batha, um ihrem großen Ziel ein bisschen näher zu kommen. Als Praktikanten engagieren sie sich im Korbacher Krankenhaus. (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 28. Juli.

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